Bienengespräche zu Gast in Graz

Ö1 Hörsaal an der Uni Graz zur Gesundheit der Bienen:
Bildung in der Imkerei, Wissen aus der Forschung
 
Die hohe Wintersterblichkeit der Honigbienen alarmiert ImkerInnen und WissenschafterInnen. Welche Faktoren beschleunigen dieses besorgniserregende Phänomen? Wie können die BienenzüchterInnen vorbeugen? Was kann die Forschung leisten? Diesen und weiteren Fragen geht eine ExpertInnenrunde bei den „Bienengesprächen im Ö1 Hörsaal“ am 11. Juni 2015 an der Uni Graz nach.
 
Die Podiumsdiskussion ist zugleich Vorstellung eines von insgesamt 13 Siegerprojekten des Wettbewerbs „Ö1 Hörsaal“, einer Open Innovation-Initiative von der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), Ö1 Wissenschaft und Innovation Service Network (ISN). Wissenschaftsjournalist Lothar Bodingbauer will mit der Initiative „Bienengespräche“ das Wissen aus den Imker-Vereinen abholen, es mit ForscherInnen in Verbindung bringen und so Informationen für neue und erfahrene ImkerInnen aufbereiten.
 
Das Podium:
– Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim, Institut für Zoologie, Uni Graz
– Mag. Lothar Bodingbauer, Wissenschafts-Journalist und Imker
– Ing. Maximilian Marek, Präsident des Steirischen Landesverbandes für Bienenzucht
– Mag. Jutta Vollmann, Institut für Zoologie, Uni Graz
 
Moderation: Mag. Dagmar Eklaude, Presse + Kommunikation Uni Graz
 
Bienengespräche im Ö1 Hörsaal
WANN: Donnerstag, 11. Juni 2015, 16 Uhr
WO: Seminarraum, Gewächshaus des Botanischen Gartens, Karl-Franzens-Universität Graz, Schubertstraße 59, 8010 Graz
 
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten:
Tel.: 0316 380-1503

BG013 – Belegstelle und Königin

bg013Bienenköniginnen bestimmen die Eigenschaften eines Volkes.

Um sie auch mit den passenden Männern in Verbindung zu bringen, werden sie zu Belegstellen gebracht, wo sie befruchtet werden.

„Es zählt die Lufthoheit“, berichtet der Bioimker Anton Schleining über seine lange Erfahrung als Leiter der Belegstelle Hirschgrund in der Nähe von Mistelbach in Niederösterreich.

„Es zählt die genetische Vielfalt“, berichtet die Königinnenzüchterin Heidrun Singer, die die Tradition einer bedeutenden Imkerfamilie im Ötschergebiet nahe Mariazell weiterführt.

Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gibt, ist klar. Deshalb sprechen beide Profis über ihre Sicht. Dabei fallen auch viele Tipps an, die gerade auch für Anfänger interessant sind. Und wir reden auch über die „Schlangengrube“, die das Gebiet der Bienen und der Imkerei auch sein kann.

Im dritten Teil spricht als „Korrespondent“ Ferdinand Schot über den Stand am Bienenstand und seine Aufnahme vom Tuten einer Königin (Video).

Links: Anton SchleiningHeidrun SingerFerdinand Schot  | Paul Divjak

BG012 – Tracht

bg012Die Wechselwirkungen von Blütenpflanzen mit den bestäubenden Insekten stehen im Mittelpunkt dieser Bienengespräche, sowie der Honigpreis in Bezug zur Imkerei im Südarabischen Raum.

Der Korrespondentenbericht – was ist los am Bienenstand Mitte April – kommt aus Graz.

Gesprächspartner/innen:

1) Katja Hintersteiner, Linz, Natur begreifen, Linzer Biene. Dieser Teil der Bienengespräche wurden im April 2015 auf Ö1 / Vom Leben der Natur ausgestrahlt.

2) Andre Gingrich, Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Uni Wien

3) Andreas Poscharnik, Imkermeister, Graz, hooonig.at

Podcast-Tipp: Der Explikator, Folge EXPL0182 – “Böser, böser Süßstoff”

BG011 – Phänologie und Wetter

bg011Diese Episode der Bienengespräche beginnt mit einem Dank an Ralph, Günther, Kathar, Astrid, Udo, Horst, Paul und Michael, die schnell und unkompliziert mitgeholfen haben, den Bienengesprächen mit der Unterstützung zu einer Bahn-Netzkarte auf die Schiene zu helfen.

Ein Zehntel der Netzkarte ist so bereits finanziert. Wir freuen uns auf das zweite Zehntel, und das dritte, und das …. Dankeschön! Hier geht es zur Kontonummer.

Blühstart der Salweide: in Wien entstand dieses Foto am 22. März 2015.
Blühstart der Salweide: in Wien entstand dieses Foto am 22. März 2015.

Ausgabe 11 der Bienengespräche widmet sich dem Wetter. Genau genommen der “Phänologie”. Der Klimatologe Helfried Scheifinger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Hohe Warte) erzählt, was es damit auf sich hat, und warum der Blühbeginn der Salweide unterschiedlich ist. Link zur angesprochenen 10-Jahreszeitenhecke.

Im zweiten Teil wird Reinhold Steinacker vom Institut für Meteorologie und Geodynamik über die Kleinräumigkeit des Österreichischen Wetters berichten. Durch die besondere Lage inmitten Europas großer Klimazonen ändert sich das österreichische Klima und das Wettergeschehen rasch auch über geringe geografische Distanzen. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Vom Leben der Natur” erstausgestrahlt.

oebbIm dritten Teil erzählt Thomas Schuh von der ÖBB über Versuche, Nachhaltigkeit in das Bewusstsein von Bahnkunden zu bringen. Er hat sich bereit erklärt, als Ansprechpartner für Imkerei-Bahn-Kooperationen zur Verfügung zu stehen. Seine Mailadresse gibt es bei mir auf Anfrage.

Und im vierten Teil berichtet der “Korrespondent” dieser Ausgabe, Hajk Howhannisjan, aus Armenien von der Imkerei in diesem Land. Fotos von seiner Gegend Areguni  sind hier auf Panoramio zu sehen. Lindenhonig gibt es viel, und Probleme mit Varroa sind auch gut bekannt. Er ist an Zusammenarbeit und Austausch mit deutschsprachigen ImkerInnen interessiert, weil er als Dolmetscher auch sehr gut Deutsch spricht. Seine Mailadresse gibt es bei mir auf Anfrage.

BG010 – Stadtimkerei und Community Projekte

bg010In dieser Ausgabe besuchen wir die Linzer Biene auf ein Gespräch über die Stadtimkerei.

Die ganze Sache entwickelt sich schnell zu mehr als “Honig in der Stadt”.

Katja Hintersteiner und Bernhard Rihl sind nämlich von ihrem Hintergrund auch viel mit Menschen in Kontakt, dann wenn es um Beteiligung geht. Um Verantwortung. Mit beim Gespräch dabei ist auch der Innsbrucker Politologe Andreas Maislinger, der sich für das Thema interessiert.

Im zweiten und dritten Teil dieser Episode schauen wir uns dann zwei Projekte näher an, die “Beteiligungen der Bürger” auch in die Imkerei hereinholt.

Einerseits erzählt Leopold Zyka von seiner Idee, ein Open Land Lab zu betreiben – eine Erweiterung des Metalabs, ein “Open Source Workspace” von der Stadt hin auf das Land.

Andererseits erzählte Tristan Copley Smith aus Denver, Colorado, über das Projekt Open Source Beehives, wo es darum geht, Bienenbeuten zum Download anzubieten, die Arbeit daran als Open Source Projekt gemeinsam zu betreiben, und darüber hinaus Sensoren und Apps zu entwickeln, die Daten aus dem Bienenstock sammeln und über Internet allen zur Verfügung zu stellen, die sich dafür interessieren. Das Gespräch darüber wird in zwei Kapiteln in Englisch und Deutsch im Podcast angeboten.

Ein Diskussionsbeitrag darüber, welche Daten am Bienenstock für eine Zustandsbeschreibung interessant sein können, ist in diesem Beitrag im Onlineforum von Bienenaktuell zu verfolgen.

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BG009 – Erwerbsimkerei

bg009Was unterscheidet Erwerbsimker von anderen Imkern?

Wo ist der Unterschied zwischen den ganz großen, und den kleinen Imkern?

Ein Gespräch mit Josef Stich, Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes.

Er erzählt auch von seiner Arbeit als Interessenvertreter.

Mit einem eingefangenen Bienenschwarm hat er selbst die Imkerei begonnen.

Was ist los an den Ständen draußen? Der “Korrespondentenbericht kommt von Martin Winter in Kittsee, in Ostösterreich.

BG008 – Imkereiausbildung

bg008Die Ausbildung zum Imker beinhaltet einige wichtige Punkte: Betriebsweise, Schwarmverhinderung, Honiggewinnung, Hygiene und Krankheiten.

Es hilft dabei, einen guten Lehrer zu haben. Einen von ihnen haben wir besucht: Albert Schittenhelm.

Wir sind bei ihm zu Gast, in Mistelbach (NÖ). Mit dabei: Ingrid Rachbauer, Imkerin aus Wien.

Albert ist Imkermeister und einer der “großen Lehrer” in Österreich, einen Profi in der Vermittlung, was Menschen, Bienen und die Imkerei betrifft. Link: “s’Bienengeschäft“.

Im zweiten Teil hören wir Michael Pucher zu. Er ist Imker in Oberndorf bei Schwanenstadt (OÖ), und wird uns über seine Arbeit mit Bienen in der Warré-Beute erzählen.

Link-Tipps zu Podcasts: Bienenpolitik und Omega-Tau

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BG007 – Lass’ uns reden

bg007Wir besuchen den Bioimker und Wanderlehrer Dietmar Niesser und sprechen mit ihm über die Imkerei, Erfahrungen, Stadthonig in Wien und streifen als Anlass dieser Episode auch  die Vermarktung. Wir wollen den Honig ja auch verkaufen.

Dietmar erzählt auch über Erfahrungen, die er auch in Äthiopien gemacht hat. Über seine Imkerschule im Detail werden wir im nächsten Jahr von ihm noch einmal mehr hören. Link: www.bienenschule.at

Im zweiten Teil dieser Episode geht es nach Niedersachsen zu Ingo Hamann, er hat Pläne für eine Streuobstwiese und möchte das Wissen um dieses entstehende Dorfprojekt in einen Podcast packen. Wir erhalten einen Einblick in Leben und Strukturen der Kleinstadt Diekholzen in der Nähe vom Hildesheim, und erfahren viel davon, wie Ingo in seiner Gemeinschaft arbeitet und lebt. Link: www.diekholzen-info.de

[shownotes]

BG006 – Varroa

bg006

Die Varroa-Milbe ist die vermutlich schwierigste Herausforderung für Bienen und Imker derzeit.

Höchste Zeit, mit jemandem zu sprechen, der sich gut auskennt. Diese Episode steht also ganz im Zeichen der Varroa.

Wir sind bei Rudolf Moosbeckhofer von der AGES zu Gast, der Österreichischen “Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit”.

Wir machen dann auch einen Blick ins Forum. Reinhard Fritsch von Beelux, der “Nachhaltigen Honigmanufaktur” erzählt vom Kleinen Beutenkäfer, einer Plage, die uns vermutlich früher oder später aus Italien erreichen wird.

Der Korrespondentenbericht dieser Ausgabe kommt von Leonardo Della Pietra aus Graz. Er hat mit dem Mikroskop Fotos der Varroa-Milbe gemacht, eines davon hat er uns für das Episodenbild dieser Ausgabe überlassen. Vielen Dank!

BG005 – Carl von Linné

bg005Jetzt im September haben wir ein bisschen Zeit für Hintergrund.

Die westliche Honigbiene trägt den lateinischen Namen Apis mellifera für Gattung und Art. Darunter steht “Linnaeus, 1758”.

Carl von Linné – der schwedische Naturforscher – hat auch die Honogbiene zuerst wissenschaftlich beschrieben, er hat ihr den lateinischen Namen gegeben.

Nicht nur Tiere hat er benannt, sondern auch unzählige Pflanzen. Dazu musste er sie zunächst systematisieren. Bei den Pflanzen tat er das durch deren “Sexualorgane”, Staubblätter und Fruchtblätter.

Linneus, so sein Name in lateinischer Form, war leitender Gärtner des Botanischen Gartens von Uppsala. 1745 legte er eine Blumenuhr an, die mit dem zeitlich unterschiedlichen Aufblühen von Blumen im Laufe des Tages die Uhrzeit anzeigte.

Wirklich bekannt und berühmt wurde Carl von Linné jedoch durch sein Bemühen, die Arten der Natur zu sortieren und zu katalogisieren. Er entwickelte eine Taxonomie von Tieren und Pflanzen, die mit ihren lateinischen Doppelnamen auch heute noch als „Katalog des Lebens“ von all jenen verwendet wird, die sich praxisbezogen mit Lebewesen beschäftigen.

Wissenschaftlich entwickeln sich vor dem Hintergrund genetischer Untersuchungsmethoden die Konzepte der Unterscheidung von Arten nun in eine völlig andere Richtung. Künftige Taxonomien aufgrund von DNA-Basensequenzen scheinen jedoch den praxisbezogenen Zweck des Umgangs mit Arten und Artkonzepten nicht zu erfüllen.

Wir besuchen Linnés Nachfolger in Uppsala, in Schweden, und versuchen die Frage zu beantworten, er die Taxonomie der Natur entwickelt hat, und in welcher Weise sie heute noch notwendig und zeitgemäß ist. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Dimensionen” erstausgestrahlt.

Danach geht es nach Berlin, ein Gespräch mit Melanie von Orlow vom Naturschutzbund Deutschland. Thema: die Asiatische Hornisse hat es von China über Frankreich her kommend nach Deutschland geschafft. (Link zur Pressemitteilung). Im Gespräch erzählt sie, was das für Bienen und Imker bedeuten könnte. Buchtipp: Melanie von Orlow, Natürlich imkern in Großraumbeuten.

Korrespondentenbericht: Alexander Würtenberger vom Bienenzuchtverein Hippach-Ramsau-Schwendau im Zillertal. Einen Honiksensorikkurs gibt es dort Anfang Oktober, nähere Infos gibt es hier.

Happy Listening!