Bg068 Wesensgemäße Imkerei In Der Fischermühle

Johannes Wirz (Mellifera e.V.) und Dietmar Eppenschwendtner (AMZ - Austrian Mellifera Züchter)

2021
http://www.bienenpodcast.at/

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Intro: Johannes Wirz, Mellifera E.V.

http://mellifera.de

Lothar:
[0:00] Bienengespräch Nummer achtundsechzig,
begrüßt euch Mitte Mai aus Wien und wir haben eine Leitung zu Johannes Wirths in Deutschland, in Baden-Württemberg zwischen dem Schwarzwald und dem Nationalpark,
obere Donau. Stimmt das Johannes.

Johannes:
[0:19] Sorry, Lothar, das ist bereits falsch. Ich sitze jetzt im Moment in der Nähe von Basel.

Lothar:
[0:25] Großartig. Das hört man ja an deiner Stimme.

Johannes:
[0:28] Ja genau. Und also bevor du das nochmal starten.

Lothar:
[0:32] Nein, wir starten das nicht noch mal. Wir stellen das einfach richtig, wie kommt's denn zu dieser Verwechslung?

Johannes:
[0:37] Das ist keine Verwechslung, Lothar, also ich bin tatsächlich im Vorstand von Mediphera EV,
Internetseiten noch den langen Namen gehabt, Vereinigung, für wesensgemäße Bienhaltung und das sage ich gerne dann ein paar Worte dazu,
und ich bin dort auch für Forschung und die Koordination von Projekten zuständig.

Lothar:
[1:03] Und wir sprechen hier von der Fischermühle, die wir kennengelernt haben als Ort für Bio-Imkerei
Ort für die stärkste Form einer Bio-Imkerei, die sogenannte Demeter-Interei und mein Bienenlehrer
hat dieses Projekt so vorgestellt. Dort wurde das entwickelt. Stimmt das noch Johannes?

Johannes:
[1:25] Genau, also es stimmt, dass der Ort, wo diese Vereinigung oder Militär EV,
arbeitet und wirkt, ist tatsächlich die Fischermühle in der Nähe oder in der Stadt Rosenfeld.
Und jetzt ist es aber so, wir verstehen uns tatsächlich als Bio,
dynamische Imkerei, die zertifiziert ist und
unterscheidet sich doch in ein paar wesentlichen Punkten von einer sogenannten Bio oder Biozertifizierten Imkerei,
Aber dies bin ich mir nicht sicher, ob wir dort einsteigen, ob ich orthologisch nochmal zurückgehe. Ich.

Lothar:
[2:08] Wir müssen nämlich noch nach Basel schauen, wie du dort jetzt hinkommst, oder?

Johannes:
[2:13] Genau, also ich arbeite ungefähr zwei Tage die Woche für Melife EV in der Fischenmühle. Seit Corona ist es manchmal ziemlich schwierig, weil man.
Als Schweizer, wenn man nach Deutschland fährt, aus einem Risikoland ankommt, also da muss man einiges organisieren und manchmal auch ein bisschen drücken, dass es klappt,
Und dann habe ich aber noch eine zweite Arbeitsstelle und die ist in der Nähe von Basel in Dornach am Goethe Arnow, also der Hauptsitz der anthroposophischen Gesellschaft.
Zu Hause, ich gehöre zu denen,
das hat auch einen Zusammenhang zu der wesentgemäßen oder biodynamischen Bienhaltung und in danach bin ich mit einem Freund zusammen, Physiker, ich bin selber Biologe, Leiter der naturwissenschaftlichen Sektion.

Lothar:
[3:10] Ja. Ich freue mich so, wie wir das Knäuel aufrollen, von welcher Seite her. Entschuldige, du wolltest schon weiterreden.

Johannes:
[3:20] Nee, also,
ich wollte nur sagen, wir betreiben in dieser Sektion ein kleines Forschungsinstitut sowie eine
Fakultät, an einer Uni auch forscht und haben eine Reihe von Projekten, die,
nach laufen, zum Teil Doktorarbeiten, die dann aber offiziell natürlich von einer Universität vertreten und supervisiert werden müssen.

Lothar:
[3:47] Ja. Dass, dort hast auch du in Basel dein Doktor Rat gemacht, gell? Mit Fruchtfliegen hast du geforscht.

Johannes:
[3:54] Ich sage immer, im vorletzten Leben, auf dem letzten Leben, genau,
Als ich ja ursprünglich Molekularbiologie, Molekulargenetik oder man sagt, heute wahrscheinlich wären's mehr von der technischen Seite hier anschaut, Gentechnik studiert und auch in Gentechnik promoviert.
Und ich bin eben an die Uni gegangen, weil ich als jungen Mensch geglaubt habe, man würde im Kleinsten das Leben verstehen.

Lothar:
[4:23] Mhm. In der Fruchtfliege. In den Genen der Fruchtfliege.

Johannes:
[4:26] Ja genau, in den Gehirnen der Fruchtflieger
und ich habe das mit einem Wahnsinnsbegeisterung gemacht, wie ich sowieso meine Leidenschaft braucht man einfach egal, wo und was man tut und habe dann aber doch festgestellt, dass mir dort die Frage nach,
dem Leben oder das Leben ist, nicht beantwortet wurde.

Lothar:
[4:46] Wie hättest du denn erkannt, dass du siehst, was Leben ist?

Johannes:
[4:53] Es ist ja so, ich habe einfach gemerkt, ich war ja in einem Labo, da hat man Englisch gesprochen und ist Lebenswissenschaft,
hatten in dieser Zeit, wo man experimentell gearbeitet hat, immer damit begonnen, dass mein Leben zerstört.
Anschauen willst, musst du das Insekt umbringen. Wenn du wissen willst, wann und wo in der.
Entwicklung diese Gene angeschaltet sind musst du den umbringen.
Irgendein mal, es war irgendwie,
naiv, primitiv, sieht sich also am Abend, ich habe tausende rumfliegen, angeschaut, die waren eben unbeweglich gemacht, entweder mit Ärger umgebracht oder mit CO2 betäubt
und dann wäre mir klar, ich schaue etwas an, aber was die Fliege ausmacht, ist ja da gar nicht mehr vorhanden,
Fliege, wie der Name schon sagt, fliegt,
Also, ich will das jetzt nicht zu weit ausdehnen.

Lothar:
[6:05] Nein, nein, aber ich möchte sofort ergänzen, wenn ich wissen will, wie ein Motor funktioniert, dann werde ich wahrscheinlich
zerlegen und gewisse Teile entfernen und wenn er sich noch immer bewegt, der Motor, dann war er nicht wichtig dieser Teil,
Ich schwör's, ich könnte ihn wahrscheinlich nicht zusammenbauen, daher wird er nachher nicht mehr funktionieren. Aber vielleicht hätte ich was gelernt dabei.

Johannes:
[6:27] Genau, aber ich sage dir, der beste Biologe heute kann alle Teile,
ganz genau analysieren und selbst wenn er die Teile wieder zusammenfügt, wird daraus kein Leben mehr.

Lothar:
[6:43] Mhm, stimmt.

Johannes:
[6:44] Also es ist irgendwie als Problem die Grundlage wäre, auf der sich dann Fliegen, Pflanzen und auch Menschen überhaupt erst zeigen können.
Und diese Grundlage findet man nicht, wenn man die Teile auseinanderleicht.

Lothar:
[6:59] Ja, weil ich wollte dich nämlich fragen, warum wolltest denn du überhaupt herausfinden, was Leben ist?

Johannes:
[7:05] Ich weiß es nicht. Das war einfach eine meiner Hauptfragen als junger Mensch.

Lothar:
[7:09] Ja, was unterscheidet den Radiergummi vom ähm von einer Schnecke.

Johannes:
[7:15] Zum Beispiel und ich habe sehr früh gemerkt, das Leben heißt, eigentlich immer in Beziehung treten. Und spätestens, wenn wir tot sind, sind wir eben ganz aus allen Beziehungen raus.

Lothar:
[7:29] Na ja, als Physiker sage ich immer noch in Wechselwirkung, weil die Energie ja nicht verloren geht, also halt in einer anderen Form.

Johannes:
[7:36] Okay, das ist interessant. Vielleicht könnte man diese Spur weiterversprochen, weil tatsächlich habe ich in diesen vielen Jahren jetzt, wo ich mich mit der anthopisch, Gydianesischen Naturwissenschaft beschäftige, gemerkt, dass eben sozusagen das
Substanz des Lebens
eben ähm nicht physikalisch und nicht chemisch und ist interessanterweise auch nicht so richtig mit den Augen zu sehen, sondern,
Wenn ich sie jetzt wissenschaftlich ausdrücke, eigentlich nur in Gedanken nachzuvollziehen.

[8:11] Also ganz einfach Goethe hat er diesen wunderbaren Begriff Metamorphose geprägt, aus dem griechischen heißt dazwischen,
Ist die Forderung. Also er hat Vorgänge geschrieben, beschrieben, die sich zwischen Formen abspielen,
vom ersten Platz, zum zweiten Blatt, wo man wunderbar, jeder kann Blätter richtig orten, auch wenn er die Pflanze nicht kennt oder sei es eben, wenn man's in der Zeit anschaut, ich habe mal eine Keimpflanze vor mir, dann,
drei Tage später sehe ich wie die da hochwächst und ein bisschen später sehe ich die,
Blütenknospen, dann blüht sie auf und dann sind Samen da. Aber die gleiche Pflanze kann ich nicht zur selben Zeit als Keimpflanze und als salentragende Pflanze sehen.
Aber ich kann die Beziehung zwischen den verschiedenen Entscheidungsformen natürlich gedanklich erinnerungsmäßig problemlos herstellen,
und Leben hat diese Qualität des Gedanken Erinnerungsmäßigen. Also etwas, was die eine Form mit der anderen verbindet.

[9:24] Und interessant ist es insofern als,
als dass sich Ende der achtziger Jahre und Anfang der neunziger Jahre, als ich dort eben angefangen habe, diese
Naturwissenschaft kennenzulernen, zu uns viele Imker kamen, die waren alle anthroposofen.
Hatten sich also sehr stark beschäftigt und ich erzähle dann auch gleich warum. Und die wollten von den damaligen Leiter der Naturwissenschaftlichen Sektion,
und meinem Chef wissen, was sollen wir tun? Warum war angekommen in Europa und hat dich wahnsinnig rasant ausgebreitet.

Lothar:
[10:05] Das war der Schockzustand Varro.

Johannes:
[10:08] Ganz genau. Ganz genau.

Lothar:
[10:11] Und wir haben im Ende der achtziger Jahre neunzehnhundertachtzig Plus ja.

Johannes:
[10:16] Ja, ich glaube, ähm.

Lothar:
[10:18] Keine Details.

Johannes:
[10:19] Wurde es ja von wurde die Milbe ja unabsichtlich oder unbeabsichtigt von einem Deutsch Bienenforschungsinstitut nach Deutschland gebracht. Und weshalb jetzt kommen die anderen Prosofen,
einerseits und andererseits hat Rudolf Steine für die Arbeiter, die diesen Wahnsinnsbaum errichtet haben, die keine an Katastrophen waren, Vorträge gehalten,
und zwar nicht, weil er gedacht hat, ich muss die überzeugen von Anthroposophie, sondern weil diese Arbeit ganz einfache Arbeit aus den umliegenden Dörfen,
zweihundert bis dreihundert gesagt haben, wir wollen doch wissen, wofür wir da dieses Haus, dieses Gebäude errichten.
Und dann ging es so, dass lauter Steine immer gesagt hat, meine Herren, Frauen gab es damals nicht auf der Baustelle, worüber wir uns sprechen,
und diese Arbeit, die wollten über
Gott und die Welt sprechen, die wollten über Rachitis sprechen, über Akolose, Alkoholismus. Und unter diesen Arbeiten war auch ein Imker, Herr Müller,
und der schaute zu Rudolsteinen nachher Doktor, was denken sie über die künstliche Königinnenzucht?

[11:35] Und dann hat Steine über die künstliche Königin gesprochen und ist übrigens mit seinen Rauchsage weltberühmt geworden,
Was heute als sehr guter und sehr produktiver Weg erscheint, wird möglicherweise in sechzig bis achtzig Jahren zu beende die Bienenhaltung überhaupt führen.

[11:57] Und dann, weshalb? Hat er ausgeführt, es sei eben so, dass wenn man die Königin im Volk entfernt,
Mechanisch eine neue Königin, eine Fremde einsetzt, die innere Beziehung dieses Volkskörpers nicht mehr gehalten werden könne,
Also du merkst auch hier eine Frage der Beziehung.
Und aus diesen ersten Frage von dem sind dann neun Vorträge entstanden und,
Obwohl es keine andere Gegenwahl gab, auch noch neunzehn,
als diese traditionelle, konventionelle, die Unterbienenvereinverein der,
Deutsche Bienenverein verbreitet und gelehrt haben, waren die doch die Meinung, wir brauchen interessantes.
Und an den, in diesen Shittungen habe ich Thomas Radeschky kennengelernt,
Und Thomas ist der Begründer der Wesensgemäß Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung.

Lothar:
[13:06] An der Stelle muss ich noch was nachfragen. Wir haben nämlich jetzt zwei zeitliche Ebenen gehabt. Diese neunzehnhundertzwanziger Jahre, Rudolph Steiner.

Johannes:
[13:12] Ja. Ganz genau.

Lothar:
[13:15] Anthroposofie mit seiner Art zu denken und das Goethe hat eher gebaut zu dieser Zeit und gegründet.
Und eben die zweite Schiene war, dass in den neunzehnhundertachtziger Jahren den späten dann unter den frühen, wie auch immer, äh die Varrour da war und Imker zu gekommen sind, zum Goethe an Neum und,
das waren welche Imker? Konventionelle Imker, die halt in den Vereinen, den derzeitigen Status gelernt haben.

Johannes:
[13:50] Jedes Mal.

Lothar:
[13:51] Die mit dem mit der Imke. Die gab's.

Johannes:
[13:54] Es gab noch keinen mehr. Dimitrinker, aber es waren Enker, die versucht haben, aus den Anthopusophie heraus zu arbeiten.

Lothar:
[14:04] Das waren die eben schon mit äh Steiners Gedanken zu denken vertraut waren. Die haben gesagt, hey, wir könnten das doch in die Bienenhaltung mit einbringen. Tun wir was. Thomas Radetzki sagst du.

Johannes:
[14:18] War dabei,
ich glaube, das ist der größte Biodynamischer, der Imker in Deutschland. Robert Friedrich war dabei, aus der Schweiz, Martin Deckli, aus Österreich, Johannes Sturm,
Christian Rex, der ist dann auch von der Bildfläche verschwunden. Albert Moller, aus Holland, also es war eine ziemlich internationale Zusammenkunft, die wir da gemacht haben.
Und eben Thomas Radetzki war dabei.

Lothar:
[14:50] Jetzt habe ich an dieser Stelle schon zwei Fragen von Zuhörern von Bienen-Podcast, die eine ist, wie das jetzt ist mit dem Königinnenzüchten,

Fragen: Königinnenzucht Und Absperrgitter

[15:04] Wenn doch die gesamte Umgebung Königinnen züchtet und,
Auf ähm dafür sorgt,
Die Königinnen genetisch sich weiterentwickeln und da ist jetzt in der Mitte jemand, der das gerade nicht macht, also die Standbegattung in den Mittelpunkt stellt, gibt's da Konflikte,
oder etwas lebt da der eine auf Kosten des anderen oder gibt's Reibungsflächen oder ist das eh alles.

Johannes:
[15:35] Jetzt jetzt gehen wir aber ganz jetzt gehen wir sehr tief ins enkelliche rein. Ich möchte, dass wir diese Fragen auch einen Moment zurückstellen.

Lothar:
[15:45] Dann gebe ich dir die Zweite auch noch, die kannst du gerne auch weiter zurückstellen, weil nämlich ein zweiter Imker hat gefragt, ein zweiter Zuhörer hat gefragt
die Sache mit dem Absperrgitter, dass man nämlich schaut, dass die Königin unten bleibt im Brotraum
und nicht in den Honigraum hochkommt, das hat der Imker Friedmann äh lange Zeit als dem mit der Imker,
nicht gut gefunden. Jetzt findet er es dem Hörer zufolge,
in Ordnung? Was hat es damit diesen Absperrgitter auf sich in der einen oder in der anderen Form? Das wären einmal die zwei Fragen, die schon einmal dazu passen.

Johannes:
[16:24] Genau, ich habe mir die Frage notiert. Ich komme gerne darauf zurück.

Lothar:
[16:28] Und dann kann ich jetzt an dieser Stelle noch einmal zurück zur ähm zur Wechselwirkung gehen, dass man als Physiker natürlich dann weiß, die Quantenphysik, dass wenn ich ein,

Wesensgemäße Bienenhaltung

[16:40] Objekt beobachte, dann.
Ist eine Wechselwirkung, dann gibt's einen Austausch, das heißt, es gibt gar kein Alleinsein im Universum.

Johannes:
[16:50] Ganz genau.

Lothar:
[16:51] Und das ist jetzt einmal Standardphysik und noch nicht einmal irgendwie okulti Phänomene. Das finde ich ganz witzig an dieser Stelle zu ergänzen.

Johannes:
[16:59] Ich bin froh, dass du das sagst, weil Wesensgemäße beinhaltung heißt, explizit ich trete mit dem Bienenvölken in eine Beziehung,
und ich werde anders, wenn ich die richtig pflege und die Völker werden auch anders,
Aber ich will jetzt kurz die Geschichte erzählen, wie diese Wesensgemäße Bienenhaltung sich entwickelt hat.
Steine beschreibt in sehr bildhaften Geschichten
das Bienenvolk und da kommen Dinge, die Wacken heute fast nicht mehr auszusprechen, nämlich, dass zum Beispiel ein Bienenvolk von Liebe durch Schwänge sei,
hasse sich die Bienen so in einer unglaublichen Zuwendung aufeinander beziehen. Er spricht davon, dass Bienenvolk als Ganzes zu verstehen und sagt, das ist eigentlich ein Kopf ohne Schädel,
und die einzelnen Tierchen werden das sind wie die Zellen in diesem komponent im Gehirn. Dann sag dir.
Sind eigentlich das Skelett des Bienenvolks und ist interessant, dass Jürgen Kautz,
das größte Organ des Bienenvolkes ein soziophysiologisches Organ ist der Bratenbau.

[18:17] Ein Quadratmeter oder so haben wir ja, wenn wir zehn Tater oder zehn Heilarbeiten warten, haben und anderthalb Quadratmeter sind das Auto, wenn wir fünfzehn haben und so weiter.

[18:31] Auf alle Fälle gibt es eine ganze Reihe von Bild, ne, weil er selber kein Imker,
Und jetzt kommt eben die entscheidende Geschichte, dass diese Pioniere nenne ich sie mal, die eben alle auch bei uns in Dornach vorbeigekommen sind, dann in vielen Jahren eine,
Haltung entwickelt haben, die erst neunte neun fünfundneunzig,
Das weiß ich, weil du dabei ein Jubiläum gefeiert haben, fühlt sich zu den,
Richtlinien ein wesentgemäßer biodynamischen Bienhaltung geführt hatten,
Und dort drinnen ist festgehalten, im Gegensatz zu Bio.
Erstens, man darf Völken nur vermehren, wenn sie anzeigen, dass sie sich vermehren wollen. Das heißt, im Schwarmtrieb oder Schwarmprozess.

Lothar:
[19:21] Mhm. Man kann da schon diesen Vorweg genommenen Schwarm machen, glaube ich, dass mhm.

Johannes:
[19:26] Ganz genau. Wie, also, ich weiß nicht, ob wir in dieser heute Zeit haben, alle Details,
Praxis zu besprechen, aber wir dürfen den Motor sparen, wie wir das nennen, also den Schwarm mit der alten Königin vor Schwarz vorwegnehmen, wenn wir die nicht ausfliegen lassen können.

Lothar:
[19:42] Damit wir nicht auf die Bäume klettern wollen müssen.

Johannes:
[19:44] Ich bin ich bin weil ich ja berufstätig bin eigentlich am Mittag, wenn die Schwäne fallen nie bei meinen Bienen.
Das ist auch ein Grund. Also das das ist das erste.

Lothar:
[19:55] Nummer eins, also vermehren durch Schwärme.

Johannes:
[19:58] Genau. Nee, vermehren im Schwabentrieb, weil man in die Schwere vorwegnehmen darf und auch dann.

Lothar:
[20:05] Vermehren ihm, schaut, da muss man genau sagen, vermehren, im Schwarmtrieb ist auch schöner, finde ich, wenn man so sagt.

Johannes:
[20:11] Mhm. Das Zweite, wenn der Wabenbau der Skelett ist, dann müssen die Völker ihr Knochengerüst selber bauen dürfen.
Deshalb ist in den Richtlinien vorgesehen, im Blutmessbereich, also dort, wo die ganze Vermehrung, Erneuerung und so weiter stattfindet, müssen,
Wabenbau gemacht werden.

Lothar:
[20:39] Ja, klar. Und da kann man die Drohnenbrut dazu kombinieren, wie ist das Volk halt braucht.

Johannes:
[20:44] Und ihr interessant ist, wenn man das macht, ich mache jetzt über zwanzig Jahre lang, dann merkt man, dass die Völker gerne auf jeder Wabe ein bisschen drohen, Zellen bauen.
Und wenn man die Völker gut führt, dann sind es um die zwanzig Prozent der Wartenfläche, sind es ist es Drohnenbau,
und wählen wir in der Naturschraube, in Bäumen, wo Waldbienen,
unabhängig und unberührt vom Menschenleben haben die im Durchschnitt auch ungefähr zwanzig Prozent Drohnenbau,
Also das heißt, irgendwie hat die, die haben die Drohnen, die haben eine Bedeutung für die Völker, dass sie ihnen ein Fünftel des Raumes,
bestimmten Jahreszeit natürlich immer nur zur Verfügung stellen. Und dann kommt das dritte,
künstliche Königinnenzucht ist verboten. Das kennt die Bio,
auch nicht als Richtlinie, sondern man sagt, man kann bei uns,
keine künstliche Zucht machen und vielleicht das letzte, was noch von Bedeutung ist, das Bienenvolk oder die Soll des Brutnest in einem ungeteilten Raum anlegen können.

Lothar:
[22:05] Mhm. Zahn der Jumbo.

Johannes:
[22:09] Ja oder bei uns einrampeute oder wenn man mit den klassischen Beuten arbeitet, wie der dann oder normal Maß
die Königin über Holz steigt und immer in oder fast immer auch in ihren ersten Honigtagen oder Honigraum hineinblüht,
Und wenn man das am besten verfolgt, geht dann das Bruder ausschaut, dann merkt man, die Bienen wollen ein kugeliges Glutnester anlegen.
Und bei diesem breit war, wie bei der Tante und,
normale Maß hat, ist es eben so, dass es zu breit wird und sie braucht nach oben hin noch Raum in der Honigzarge, um diese Gogo zu machen.
Also diese vier Ideen sind äh festgeschrieben in den oder in den richtigen, papierdynamischen oder demetrieren Haltung,
Und es gibt also keine günstige Zucht, es gibt deshalb, weil man die Einheit des Blumes,
haben will, auch kein Abspielwetter. Das ist explizit verboten. Und jetzt.
Auf die Fragen kommen, noch sagen, es hat unglaublich gebaut, bis man diese Methoden soweit etabliert hatte, dass man sie als in den Richtlinien festschreiben konnte.

Lothar:
[23:34] Klar, das ist ja eine Betriebsweise, die muss ja ausgeführt sein. Du, dass man den Bienen viel vom eigenen Honig lässt, ist Punkt fünf.

Johannes:
[23:45] Sagt man und wenn aber braucht es weiß ich genau, das halt im Brutraum nur noch Brut ist und der Honig,
gelandet. Also ich will sagen, das ist ein bisschen ein weiches Kriterium.

Lothar:
[24:05] Verstehe.

Johannes:
[24:06] Jetzt singe ich schnell ein Loblied auf die Hochfarbe, ein Raumbeutel, das ist ja das gleiche Wabenformat Vitagant, aber nicht quer, sondern hoch.
Und was wir dort beobachten können ist, dass die Völker auch im Brutnestbereich über dem Brutnest einen kleinen Pollengürtel machen und dann eben Honig drüber.
Und ich sage, zwischen fünfhundert Gramm und einem Kilogramm Honig auf jede Wabe über den Brutnest,
Das heißt, wenn wir dann selber Honig ernten und das Bruder ist auf zwölf Waben ist, sich ausgedehnt hat, über zwölf Farben, sind immer nach der Ernte noch sechs bis zwölf Kilogramm Honig in der Kiste.
Also einfach mal so viel.

Lothar:
[24:57] Ich verstehe schon, also das hat ja eine Logik, das heißt dieses Wesensgemäße imkern, da ist jetzt.
Fiel auch Ursache Wirkung, also äh durch die Art zu ihm, durch die Betriebsweise bleibt dieser Honig in diesem Fall. Und eben, wenn man da ein Absperrgitter reingeben würde, stört man eigentlich diese Logik.

Johannes:
[25:18] Genau, dann zwingen wir das Volk unten alle Brut zu haben und oben allen Honig. Genau.

Lothar:
[25:22] Mhm. Mhm. Ja, ja, das ist sehr gut verständlich. Mhm.

Johannes:
[25:29] Und jetzt doch schnell zu dieser Frage Züchtung und Standbegattung. Ich sag's, weil wir nicht so viel Zeit haben, radikal.
Töchtung.
Königinnenzucht missachtet ein paar zentrale Qualitäten, die die Honigbienenvölker auszeichnen.
Und die wichtigste Qualität ist die Mehrfachbegaktung,
Wir wissen ja, dass Königinnen sich mit zwölf, vierzehn, manchmal zwanzig Drohnen verpaaren und an den,
tummeln sich die Drohnen von ganz, ganz vielen Völken und wenn eine eine Königin dort ankommt, wird sie sich kaum jemals mit zwei Drohnen aus dem gleichen Volk verbracht,
genetische Vielfalt ist alles. Und wir wissen aus vielen Studien,
je größer oder je besser die mehrfach Begabtung ist, umso vitaler sind die Völker und so weiter fliegen sie umso intensiv tanzen sie und umso mehr Honig bringen sie rein,
Also die genetische Vielfalt ist es A und O,
Erster Punkt. Die künstliche Zucht kann nicht anders als immer ein bisschen Endzucht machen, sonst kann man nicht auf bestimmte Merkmale züchten. Auch ganz klar.

Lothar:
[26:57] Mhm. Auch die die Lufthoheit in den Beleg stellen durch die Drohnenvölker.

Johannes:
[27:03] Ganz genau. Und dann hat man auf einer Belegstelle, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, bei uns, zwischen drei und fünf, verschiedenen Rohenfelden, meistens noch verwandt.
Also das heißt, man gibt mit der künstlichen Zucht eines dieser Kernmerkbare der Mehrfachbegattung auf.
Das Zweite und jetzt komme ich zu Standbedatung als solche, es gibt sehr viele Studien und ich will da nur,
Also ich wache nicht die Meter in drei, weil ich viel gelesen habe, aber ich habe halten auch viel gelesen und wahrscheinlich die wichtigste Studienbezug auf Standbegattung der neueren Zeit,
ist die Kolossstudie, die zweitausendvierzehn erschienen ist,
wo insgesamt sechshundert Völker verglichen wurden und zwar nur auf den,
Aspekt hin, wie verhalten sich Völker an einem bestimmten Ort, wenn sie entweder standgegartete Königinnen haben oder zugekaufte, günstig Gezüchte,
Und dann haben auch gemerkt, dass die Standbegatteten, wenn sie ein paar Jahre im Bestand begabt worden sind, sich an den bestimmten Ort anpassen. Das ist ein biologisches Gesetz.

[28:23] Und diese angepassten Völker, die waren, konnten besser mit der Milbe umgehen.
Vital, sie waren größer, sie trugen tendenziell mehr Honig ein und sie waren sanftmütiger,
als Volk, die man mit Königin, die man von weit her zum Teil an herangebracht hatte, gebildet hat,
Als ich will sagen, die Sternbegattung ist ein zentraler Faktor.
Gesundheit und wie man heute so modern sagt, die Resilienz.
Und interessant ist, wenn man jetzt bei der Varroa resistent und Toleranzforschung schaut, dann gibt es ja,
Ich habe ein Buch geschrieben zusammen mit Norderpe, einfach
und dort ist es in Detail geschieden. Es gibt weltweit sicher mehr als zwanzig oder sogar dreißig Orte, wo es Imke nicht mehr gegen die Milbe behandeln müssen.

[29:28] Das ist ein Fakt der Penale. Und dieses Koloss Konsortium, das also zweitausendvierzehn,
angeschaut hat, was ist der Unterschied,
mit angepassten, also Standort standbegabtesten Königin und Königin, die man von irgendwo aus der Zucht hergebracht hat, die haben auch Studien gemacht, wo sie,
Königinnen aus. Resistenten Völken, aus bestimmten Orten geholt haben und zum Beispiel in Deutschland in Hohenheim aufgestellt haben.
Sie haben lauts Erfolg gebildet mit Varroisisten, Königinnen aus Schweden, aus Frankreich, Avignon, aus Norwegen, Oslau,
verglichen mit Hohenheimköniginnen gebildet wurden. Und das stellt man fest,
Völker waren gleich gut oder gleich schlecht gegen die.

Lothar:
[30:27] In diesem Fall eher gleich schlecht, also das heißt sie verloren, diese ähm Resilienz gegenüber den Warum.

Johannes:
[30:35] Also das.

Lothar:
[30:36] Weil sie am falschen Standard waren, ist das.

Johannes:
[30:38] Und man kann sagen das vielleicht ist die erste Botschaft die das Varoma tolerant oder resistent.
Wahnsinnig starker genetischer Einzelfaktor ist und zweitens darf man wahrscheinlich sagen, dass angepasst an Standort angepasste Völker, wenn sie in Avinio waren oder auf Gurtland oder Oslau,
Zurecht kam, als wenn man Volk gebildet hat, mit den gleichen Königinnen in Deutschland.
Finde ich also auch noch besonders.

Lothar:
[31:15] Ja

Johannes:
[31:17] Also das ist dieses Thema, Standbegattung und gezüchtete künstliche Zucht und selbstverständlich
kann ich auf der einen Seite den Töchter verstehen, dass er die, die einfach ihre Königin fliegen lassen, nicht so mag,
weil die Drohnen, die aus Sorgen folgen kommen, könnten sein Zugprogramm stören,
und andererseits sehe ich in der Standbegattung immer, ob
Umgebung mal mit der dunklen Biene gearbeitet hat oder mit gearbeitet hat oder was sehr selten ist bei uns jetzt in unserer Region mit Lipustiker und so weiter
Also ich sehe in meinen Völken das ganze Spektrum an diesen Bienenrasten, wenn,
in der Umgebung, die nicht sehr Bestandbegabtung machen, sondern immer wieder Königinnen zu kaufen.

Lothar:
[32:12] Aber diese Frage, hm, das ist ja dann auch wahrscheinlich in der Gesamtlogik eben keine Frage mehr, welche von welchen Völkern vermehre ich,
Das stellt sich ja nicht mehr, wenn ich ausm Schwarmtrieb vermehre, dann ist das meine Vermehrung und ich stelle die Frage gar nicht, diese Entscheidung.

Johannes:
[32:31] Und ich sage dir jetzt, ich ich habe ja wahrscheinlich Hunderte Menschen unterrichtet in wesentlich gemäß beinhaltung und wir zwei, drei, vier, fünf Völker pflegt,
Das sagt doch nicht, ich achte drauf, dass ich ähm nur die die am meisten Honigblätter vermehlen. Man hat Angst, das ganze Spektrum, was da ist, mag man,
und der Mann sind die Völker. Bessere Honigsammlerin, Mampa schwächer, aber.

[33:04] Ich glaube, kein Hobby impft mit dieser kleinen Völkerzahl macht irgendwie eine Selektion oder macht in irgendeiner Form eine künstliche Züchtung,
Und jetzt also wir bräuchten natürlich jetzt viele Abende, um das noch ein bisschen auszudeuten. Das schweizerische Bienenforschungsinstitut in Liebe fällt. Hat große Versuche gemacht mit,
unzähligen Völken, wo sie gefragt haben, was unterscheiden,
mit Hochleistungsköniginnen im Vergleich zu Volk mit nichts selektierten Königinnen.
Und dann haben die, die an verschiedenen Standorten aufgestellt,
erhoben, man hat die Menge des Honigs erhoben, interessant ist, es gab bei diesen Faktoren Völke, Größe und Honigetrag,
keinen Unterschied zwischen dem Volk mit Hochleistungskönigin,
mit nicht selektierten Königinnen. Was man aber bisher deutlich gesehen hat und das kennen wir alle auch. Es gab gewaltige Unterschiede zwischen den Volksgruppen nach Standorten.
Gute Standorte und schlechte Standorte. An guten Standorten bringen alle Völker viel Honig rein.

Frage: Spagat Wesensgemäß Oder Erwerbsimkerei

Lothar:
[34:26] Johannes an dieser Stelle würde eine weitere Hörerfrage passen, nämlich zu diesen Spagat zwischen Wesens gemäßer Imkerei und erwerbsorientierter Imkerei.
Ist das ein Spagat? Ich meine.

Johannes:
[34:42] Es ist, ist, ich glaube, es ist ein Spagat. Und gleichzeitig muss ich sagen, dass wir bei
auch eine mit,
ein bisschen mehr als dreihundert Folgen betreiben.

Lothar:
[35:03] Ja, ihr habt feiernde Völker, genau. Mhm.

Johannes:
[35:06] Und wir sind der Meinung, man kann auch in den Erwerbsinkerei,
Übelst Günther fließt man ja auch lange gezeigt hat, auch wesentgemäßer Richtlinien imken. Aber eine Sache ist sicher, die Zuwendung und Hingabe,
die ein Hobby mit vier oder fünf oder drauf von meinetwegen zehn Völken.

[35:31] Mit mehreren hundert nicht mehr raten. Also man kann sagen, es gibt sozusagen eine Art Abstufung,
die sie besonders auch in der Art der persönlichen oder Beziehung des zu den Bienen und den Bienen zum Imker zeigt,
und um nur ein Beispiel zu sagen, mit dreihundert Völken wird bei uns an der Fischmühle werden nicht regelmäßig Milben gezählt und wird nicht einfach nur, wenn Schadschwellen erreicht sind,
gearbeitet. Sagt man jetzt abgeräumt und jetzt ähm bevor man richtig auffüttert, gibt es mal eine,
Ameisensäurebehandlung ist bei uns sehr oft, meistens um die Milbenzahl zu reduzieren,
in unseren Kursen sage ich allen Hobbyen, fängt an ab Juni in jedem Monat ein paar Tage zu zählen, macht den Durchschnitt und ihr behandelt nur die Völker, wo die Schadschäden überschritten sind,
und ich darf es hier sagen, ob schon, wenn das jetzt weiter rühren, die natürlich sich die Haare raufen. Ich habe letztes Jahr von meinen zwölf Wolken, die ich im Moment habe, schieben überhaupt nicht behandelt,
nicht erreicht worden sind.

[36:55] Und das sind so kleine Unterschiede in der ähm zwischen Hobby, Imkerei Wesensgemäß und vielleicht Erwerbsimkerei Wesensgemäß.

Lothar:
[37:05] Aber.

Johannes:
[37:08] Und jetzt möchte ich aber bevor du noch die nächste Frage stellst, noch etwas sagen zu dieser Sache von Günther Friedmann, früher ohne Absperrgitter, jetzt sagt er, wir brauchen's.
Und das ist ja interessant, weshalb diese Meinung kommt, wir brauchen's. Weil vor der Wende in Deutschland,
war eigentlich nie ein Thema.
Nach der Wende, also die Vereinigung von Osten Westdeutschland, war es so, dass sehr viele,
im ehemaligen Ostdeutschland gemerkt haben, es ist ja problemlos möglich, ruckzuck auf Bio umzustellen.
Ich kann genau gleich weiter inken wie bisher und ich darf nur bestimmte synthetische Varroambekämpfungsmittel und so weiter nicht mehr benutzen,
Bio, ihr habt Absperrgitter in Heiligenwärm.
Verbänden erlaubt, sich glaube fast in allen und jetzt machen die also die hatten vorrätig seit zweitausendvier konventionelles, machen sie zweitausendviertel bio,
und plötzlich gibt es eine Honigschwemme von Biohonig, dass es knallt.
Was passiert, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.

[38:33] Unserer freien Marktwirtschaft immer so, die Preise sind.

[38:40] Und plötzlich merken die Bioen oder die auch in Westdeutschland. Ich kann ja meine Honig nicht mehr so teuer verkaufen wie früher. Also,
muss ich mehr Honig produzieren.
Und wie produziert man am besten mehr Honig, indem man irgendein Abspiggel einsetzt und die Königin nicht auch die ganze Zeit in den Honigraum blütet und die Wolken nicht auch immer wieder Honig im Brutraum ablehnen?

Lothar:
[39:18] Ja und die Konsequenz eben mit Absperrgitter mit der Bienenflucht, die man drauf gibt, dann kann man recht schnell und bienenschönend den Honig ernten. Das.

Johannes:
[39:31] Zwei verschiedene Sachen, ob man Absperrgitter verwendet oder die Bienenflucht.
Beim Abspiel bekommt die Königin nie hoch.
Und wenn man nur mit Bienenflucht arbeitet, ohne auf, kann es natürlich sein, dass sie in bestimmten Situationen bei der diese Situation sehr oft,
Königin auch in die erste Honigzarte reinbrütet,
und wir verwenden ja die Bienen, also ich verwende sie nicht, weil ich mit anderen Leuten arbeite, aber manche wenigstens an die Bienenfluchten, einfach dann, wenn man Honig ernten möchte, um die Bienen aus den honigrauen runterzubringen.

Lothar:
[40:14] Und die Königin geht da nicht runter durch die Bienenflucht. Das geht sie nicht nur so einer Größe her oder wie?

Johannes:
[40:19] Nee, also die, du musst dann schon schauen, dass wenn du die Bienenfrucht einsetzt, dass die Königin unten ist.

Lothar:
[40:25] Muss man schon vorher schauen. Na dann ist der Schmäh der Bienenflucht natürlich zum Teil schon bissel aufgehoben, ja, ja. Wenn ich extra noch schauen muss.

Johannes:
[40:33] Hilft ja nur Bienen im Wohnraum nach unten zu bringen, dann kommen sie nicht mehr hoch.

Lothar:
[40:40] Aber das ist schon gut. Also das ähm gibt schon weniger Stress bei der Ernte dann, was da herumfliegt.

Johannes:
[40:46] Ja, also ich kenne, ich habe die machen das ohne Bienenflucht und die haben Angst, zwei Bienenbesen und ziehen die Honigwaben,
Durch die Besen und dann werden die Bienchen abgestreicht. Das schaut nicht nach Stress aus und dann ist weg,
Und ich kenne natürlich andere Bioenk und die haben mittlerweile Laubbläser, oder?

Lothar:
[41:13] Aber Moment, was ist jetzt die Geschichte mit der Bienenflucht? Die Bienenflucht äh kann ich eigentlich nur sinnvoll verwenden mit Absperrgitter. So schaut's aus, genau. Wenn ich kein.
Nicht.
Die kann ich auch ohne, dann muss ich aber die Königin schauen. Das heißt, Bienenflucht ist auf alle Fälle nix Schlechtes oder nicht nicht Wesensgemäßes, oder?

Johannes:
[41:36] Nicht, ich kenne ich kenne ein paar Demeterin, die eben ähm Flucht einsetzen.
Dann sorgt man natürlich dafür, dass die Königin unten ist, weil sonst legte die weiterhin oben ein und dann geht die Bienchen nicht runter und falls oben noch Biene brütet werden, gehen die dann auch langsam allmählich runter,
Königin.
Eben das ist der Unterschied, die Bienenfrucht hilft Dienschen aus den Honigräumen zu entfernen. Das Absperrgetisch hindert die Königin Grand,
in die Honig, in den Honig reinzulegen.

Lothar:
[42:19] Und manche Demeter-Imker haben eben weder Bienenfluch, also haben ihm keine Bienenflucht. Sie machen es mit dem Besen.

Johannes:
[42:25] Ganz genau. Oder eben mit dem Laubbläser. Genau.

Lothar:
[42:28] Du ja, jetzt noch einmal bitte zu dieser zu diesen Spagat zwischen ähm,
Imkerei und einer Erwerbsinkerei. Du sagst bei dreihundert Völkern bei der Fischermühle wird auch Erwerbsimkrei betrieben,
ein aber wie ist es, ich mein,
Es wird de facto kein Volk. Neunzig Kilo liefern,
aus dieser Imkerei. Das heißt, in der Demeterin muss ich immer mit weniger rechnen.

Johannes:
[43:06] Mhm.

Lothar:
[43:08] Und damit hieße das aber, diese Erwerbsimme das Ziel ist, ist eigentlich nicht wirklich sinnvoll.
Als würde ich aber mein Leben mit einbeziehen und mein Wesen als Imker und
diese äh Verbindung schaffen wollen auch zu meiner Inkerei, dann würde ich im Wesensgemäße erwerbsinkerei betreiben, aber wie kriege ich das dann hin, dass ich dann dennoch ein Einkommen habe?

Johannes:
[43:36] Übel im Preis.
Also ich will jetzt mal sagen, bei uns wandte Imkermeister mit seinen Lehrlingen und Praktikanten auch ähm,
Quellen an. Also Beispiele, Rheintal und Kirche, dann Löwenzahn im Allgäu, ähm.
Ich glaube auch im Rheintal, aber ein bisschen nördlicher. Man hat so überlegt, ob mal Lindenarm zu wandern und so. Und die Faustregel ist, dass wir im Wandel,
anbruchvoll, dreißig Kilo, mindestens dreißig Kilo Wohn bekommen sollte.
Und ich stehe mitten im Raps.
Gebiet. Also ich war schon mal dort. Äh es duftet oder stinkt, je nachdem, wie man das mag, vom Raps und es ist fast gespät. Es ist schön,
Bis zum Horizont alles gelb und dann wölbt der blaue Himmel,
und dies Freund hat auch schon neunzig Kilo Rapshonig geerntet aus dem.

Lothar:
[45:00] Mhm. Aha.

Johannes:
[45:01] Belasteten Honige.
Und jetzt aber in diesem, nach dieser Rapsernte-Paradies hatten manchmal im Sommer,
Die haben zu wenig Pollen. Kannst du dir das vorstellen.
Habe ich noch nie geschehen, deshalb ich habe gesehen, dass Völker hungern, weil es zu wenig da gibt, aber das ist auch zu wenig Pollen geben kann. Das war mir ganz neu. Das heißt, wenn Raps weg ist, ist eben alles weg.

Lothar:
[45:38] Ja, deswegen geht's den Stadtbienen so gut, weil immer irgendwas.

Johannes:
[45:43] Ganz genau, aber ich wollte nur sagen, also es gibt alte Methoden, die riesige Mengen ernten können und ähm,
ich denke, die Frauenfliegel ist, wenn man weiter sollte, ist dreißig Kilo sein davon, die gilt wahrscheinlich auch bei.
Aber ich möchte einfach historisch darauf hinweisen, historisch, es ist ja so, dass früher jeder Bauernhof ein paar Völker hatte.
Bis zu dir werden mit Strukturwandel Landwirtschaft so fünfzig bis sechziger Jahre war das Usus. Und interessanterweise hatten die Bauern ja nicht die Völker,
zu ernten, sondern wir wissen, dass wir viel größere Mehrwerte in dieser sogenannten Besteuerungsleistung besteht.

Lothar:
[46:30] Mhm. Und den Honig noch als extra für die Mühe, dass man sie.

Johannes:
[46:34] Ganz genau, ganz genau,
und ich glaube, in vielen gab es zur Region wie die Lüneburg das schon relativ früh, kommerziell betrieben wurde. Aber wenn du einfach nur jetzt fragst, wie,
wie es ist, die durchschnittliche Zahl von Volks pro ihmke, dann ist es auch in Deutschland unter zehn Völken. Trotz den,
in der Schweiz ist es, glaube ich, bei sieben oder so etwas. Also es ist,
historisch und bis heute ist eigentlich,
die eben gerade eine Art Hobbybetrieb gewesen, wurde eben vorangemacht und Obst, Beer und Gemüse bestäubt zu sehen.

Lothar:
[47:20] Mhm. Ja, also Johannes, ich habe bisher alles verstanden,

Zucht Oder Künstliche Zucht

[47:27] Eine Frage hätte ich zur Formulierung, diese Sache mit der künstlichen Königinnenzucht. Da hänge ich immer beim Wort künstlich,
Das wird immer so kombiniert gesagt, künstliche Königinnen sucht. Also das ist für mich so doppelt gemoppelt, weil,
ihnen Zucht ist ja eh schon,
dieses Wort drinnen, dass man eingreift und das Wort künstlich finde ich ein bissel polemisch, fast, muss ich sagen, also,
Äh das fände ich nicht extra notwendig.

Johannes:
[48:01] Also ich, dann ich ich versuche den Unterschied zwischen der Zucht und der Künstchenzucht noch ein bisschen zu verdeutlichen.

Lothar:
[48:10] Ja bitte. Mhm.

Johannes:
[48:11] Wir alle, die sich voll mit mit Schwarmprozess arbeiten, wissen, das wird ein Volk schwer und will,
macht es nicht zwei oder drei Weisel zählen, sollen fünfzehn, ich habe auch schon fast dreißig gehabt.

Lothar:
[48:28] Mhm.

Johannes:
[48:31] Und jetzt kann natürlich ein Imper,
dreißig Zent in seinem besten Volk, sagen na ja, jetzt nutzt die Gelegenheit, aus diesen dreißig Königinnen dreißig neue Völker zu machen.
Einfach die Königin, die dies Volk hervorgebracht hat, genommen, verschult, wie man sagt,
und macht die dem Sinnzucht, weil am Ende des Tages sind da die, wenn er jetzt mit dreißig Folgen arbeitet, alle dreißig Völker sind, haben Geschwisterkönige, Schwesterköniginnen.
Das ist auch bereits Züchtung, das verstehst du.

Lothar:
[49:12] Ja, ja, okay.

Johannes:
[49:14] Und jetzt gibt es den nächsten Schritt und den finde ich am besten problematischer, dass sie,
Züchter selber, Eier oder meistens junge Larven aus arbeiteten Zellen herausnimmt und diese Zellen dann in Spielnepfel hineinbringen.
Und da gibt er ein Prinzip auf, was was.
Ob er die richtig guten Larven erwischt, aber er kam dann nicht nur zwanzig oder dreißig Königinnen haben aus einem Volk, sondern dann,
Hundert, zweihundert Königinnen machen aus einem Volk. Und das ist für mich der Unterschied, künstlichen Zucht und der nennen wir sie mal natürlichen Zucht.

Lothar:
[50:02] Ja, Entschuldigung, eine Stelle habe ich jetzt, da habe ich kurz an was gedacht, was ich mir merken wollte. Noch einmal bitte, äh zur Geschichte mit,
Also die erste, die erste Version. Habe ich, glaube ich, nicht verstanden.
Äh wo sind wo es nicht künstlich ist? Warum würde ich das machen noch einmal? Also ich vermehre meine Völker aus dem Schwarm trieb,
Das heißt, es bleibt ein Teil des Volkes zurück. Es zu schwärmende Teil oder wie auch immer ich das dann praktisch mache. Dann habe ich dann zwei Völker Ziel erreicht.

Johannes:
[50:46] Genau, aber jetzt, jetzt hast du in in deinem in deinem Völkerbestand ein Volk, du sagst, das ist Topvolk. Groß, sanftmütig und bringt jedes Jahr am meisten Honig.

Lothar:
[51:00] Ja und das hat eben so viele ähm Weiselzellen angelegt.

Johannes:
[51:03] Genau und wenn das jetzt dreißig oder so angelegt hat,
Dann sagst du na dann nutze ich doch jetzt die Gelegenheit, um aus diesem einen Volk nicht eins oder zwei zu machen, sondern dreißig.

Lothar:
[51:22] A. Ja, ja, aber wie mache ich das dann dreißig? Ich meine, was macht.

Johannes:
[51:28] Holst du einfach aus deinen anderen Felgen Bienen raus? Hat ja viele.

Lothar:
[51:35] Und mach sie mit meiner Königin zusammen.

Johannes:
[51:37] Zusammen oder mit der oder wie auch immer diese ganz verschiedenen Methoden.

Lothar:
[51:42] Alles klar, du, damit ist auch die Frage umweisen kein Thema eigentlich, also nie wird eine Königin, wie man auf österreichisch sagt, abgedrückt.

Johannes:
[51:53] Das passiert nicht. Nee, bei passiert das nicht. Also man soll nicht.

Lothar:
[52:00] Nicht absichtlich.

Johannes:
[52:02] Nicht absichtlich, ich gestehe, ich habe auch schon ähm ähm unachtsam gearbeitet und dann eine Königin zerdrückt.

Lothar:
[52:12] Ja, ja, wenn sie mal, genau. Du kannst ruhig das Telefon abheben oder oder ich kann auf Pause drücken oder so, also wenn's dich stört.

Johannes:
[52:18] Ah, warte jetzt mal, drückst du schnell Pause.

Musik

Albert Ruft An

Lothar:
[52:51] Zeit.

Geben - Nehmen In Der Imkerei

Johannes:
[52:53] Und ich habe jetzt eben grad mit.

Lothar:
[52:56] Ja. Mhm.

Johannes:
[52:56] Mit dem mache ich nämlich Sonntag bis Dienstag an der Seminar.

Lothar:
[53:01] Ah okay. Mhm. Also es gibt ja genug zu tun immer, gell? Es ist eh unglaublich.

Johannes:
[53:08] Aber weißt du was, es ist so wunderschön. Es ist echt wunderschön.

Lothar:
[53:14] Grundsätzlich oder weil so viel zu tun ist oder weil so viel Interessantes zu tun ist.

Johannes:
[53:20] Mehr ist es jedem Zoo.
Auch in unserem Gespräch, es ist nicht nur so, dass das wird Energie gezogen wird, ich ziehe auch Energie und wenn die meine Arbeit hat eigentlich immer den Charakter, ich gebe was und ich bekomme.

Lothar:
[53:35] Ja schon. Also dieses Geben nehmen ist schon ein wichtiges Grundprinzip. Na ja, ja.

Johannes:
[53:41] Ja. Ja. Ohne sich die übrigens ein Prinzip bei den Bienchen. Die macht jetzt die ganze Zeit. Funktioniert ja nur so.

Lothar:
[53:53] Na ja, Moment.
Gut, also das Bienenvolk als solches, ja, klar. Aber ich meine, wenn der Imker dazu kommt, könnte man schon sagen, der ist ein bissel fehl am Platz. Der nimmt dann schon mal, also was gibt er denn der Imker.

Johannes:
[54:09] Mhm. Ähm ich halte Bienen wegen dieser Beziehungsmöglichkeit.
Und wenn ich die Beziehung Mensch Biene anschaue wie jetzt, jetzt in diesen vielleicht zwölftausend Jahren.
Bis zur Aufklärung,
die als heilige Tiere angeschaut wurden, die man in gewissen Ritualen in sakralen Zusammenhängen gehalten hat,
und die eigentlich auch immer etwas erzählten über eine Welt, wo wir nicht so einfach und eindeutig und klar Zugang haben.
Und ich glaube, diese vielleicht sind alle Beziehungen zu Tieren haben einen solchen Ursprung, so etwas am besten wie religiös ist.
Und dieses religiöse können dir nur zeigen, wenn sie mit dem Mensch zusammen sind.

Lothar:
[55:14] Ach, das ist doch eine schön, schöne, schön, ein schöner Gedanke. Aha.

Johannes:
[55:20] Es ist ja der Musiker kam ja die Musik auch nicht verschenken, wenn jemand hört.
Und wer der Maler die Bilder aller bei sich in der Garage aufbewahrt ja es ist auch dort geben und ein Nehmen,
glaube ich,
vielleicht die Bienenhaltung wenig, hat weniger mit Landwirtschaft als mit Kultur und Kunst und zum anders behandelt Religion zu tun.

Lothar:
[55:54] Mhm. Ja, das das ist gut. Das verstehe ich gut. Ich meine, beim Hund merkt man's ein bissel leichter, dieses Gebennehmen, das ist schon so eine Koevolution. Also diese Rudelgeschichte.

Johannes:
[56:06] Genau. Genau. Aber ich weiß ja nicht, wie's dir geht bei den Bienchen. Ähm ich brauche eigentlich nie einen Schleier.
Die bekommen einen Spruch, der wischt sich, dass ich da bin. Dann sage ich ihnen auch im Voraus, weshalb ich auch mache und so.
Und die sind einfach nur lieb. Und ich habe vor vor zwei Jahren oder so fünfzig Studierende gehabt von der Uni Hohenheim, die kam mit einem Bienenprofessor an die Fischermühle.
Und dann haben wir da zwei Stunden lang, vielleicht insgesamt zehn Völker aufgemacht und so gequatscht und dann sagt dieser Professor, na, wie züchten sie auf Sanftmut?
Wir züchten nicht. Da sagt er, das ist nicht möglich. Dann sage ich, doch, vielleicht standbegabt.
Und dann sagte er mir, ich habe mit meiner Frau vierzig Jahre lang jetzt gezüchtet und wir sind ein gutes Stück vorangekommen, aber so liebe Bienen, wie sie haben, haben wir nicht,
und dann habe ich ihm gesagt, mindestens die Hälfte des Hahnesblut hängt mit den Hemden zusammen.

Lothar:
[57:24] Ja, ja. Und eh wieder Bernd Teufel auch sagt, dieses äh Anstoßen, wenn man hinkommt, äh dann klopft man dort einmal drauf, dort kracht's, also dreimal und die sind schon auf der Decke, also zurecht, ja. Da kann man schon was gewinnen.

Johannes:
[57:37] Genau. Und weißt du, wenn ich die, also ich will nicht sagen, es ich habe selber ganz viele Jahre ausgehabt von den Bienen,
Nacht, also ohne Schleier und Handschuhe ausgesetzt. Aber wenn ich dann sehe, wie diese.
Mit den dicken Lederhandschuhen arbeiten. Du spürst ja nicht, ob du eine Biene quetschst.
Jedes Mal fünf Stiche im Leder hast
kannst du auch drei Monate später hin, wenn du mit diesen Handschuhen in die Nähe kommst, dann klingeln bei den,
bist du? Und wenn man eben ohne Handschuhe arbeitet, dann ist man sehr, sehr viel achtsamer und sorgfältiger.

Wesensgemäßer Stadtverkehr

Lothar:
[58:23] Ich mein dieses Buddhistische, glaube ich, ist noch einmal so eine Geschichte. Ich habe jetzt äh ein Video gesehen, wo jemand mit mit verschiedenfarbigen Sand äh eine Pflanze ähm,
malt gleichsam und dann wird das in die Luft geworfen und verwirbelt. Das ist noch einmal ein Stück
anders als ich verstehen könnte, warum man das macht. Aber was dieses Wesensgemäße äh der Gedanke des Wesens gemäß so abstrakt auch ist, so klar ist es.
Das geht's. Ich bin heute mit dem Fahrrad gefahren äh quer durch die Stadt, um eben um äh zwanzig Uhr, neunzehn Uhr dreißig
und relativ zügig und da waren viele Leute unterwegs, Autos, Menschen, Umstände, Ampeln, die das Schicksal regulieren und zum Guten,
Muss man auch dazu sagen, aber man kann schon auch wesentgemäß hier durch
Stadtverkehr fahren. Da ist man wirklich in Kontakt mit den Menschen. Da darf man dann schon einmal auch rechts überholen oder jemanden vorlassen oder jemanden überholen,
man ist sogar mit den Autofahrenden in Verbindung und,
Es geht in Summe wirklich gut, wenn das Wesensgemäß abläuft und dabei ist es schon wichtig, dass die Fahrradwege natürlich nicht zu schmal geplant sind.

Johannes:
[59:41] Ganz genau.

Lothar:
[59:42] Und ja, also das ein bissel auch zu erfüllen, das wäre so dieses ohne Schleier zu den Bienen gehen ähm,
geht auch in diesem Bereich und ich unterrichte ja auch Mathematik und ich möchte eigentlich ein ein schönes Konzept, wobei die Kunst ist nicht das Konzept, sondern es im bestehenden System zu machen,
wesentgemäßemertikunterricht,
er wirklich allen nützt und ich muss auch dazu sagen, ich habe äh Mathematik studiert und Physik und da gab's ein Seminar, äh Mathematik an Waldorfschulen und das hat ein Walldorflehrer
eben auch erzählt und das war für mich schon ein Lichtblick dieser dieser Ansatz mit Menschen umzugehen
in diesen bestehenden System, wo es um Schulmathematik eins bis acht gegangen ist, wie äh lernt man den Leuten, keine Ahnung, die Wahrscheinlichkeitsrechnung, da war nix Wesensgemäß. Er aber hat das eingebracht,
Er hat's nicht so genannt, aber das war für mich eine der der Sternstunden, der, der Universitätszeit.

Johannes:
[1:00:48] Super. Super.

Lothar:
[1:00:49] Wenn man hört, wie's, wie's den Leuten geht, mit Mathematik, inklusive deren Eltern und was dann auch der Erfolg der Geschichte ist, nämlich so gut wie keiner.
Bis auf die, die eh von vornherein nie Angst hatten und das taugt und Probleme als Herausforderung sind. Also es ist ja nicht das Problem. Da wird wirklich Schaden angerichtet. Also,
Dieser Gedanke des Wesens und ich bin jetzt nicht der religiöse Typ, der so so ähm,
so ein bissel esoterisches braucht, aber das ist eben,
durchaus gedeckt durch das, was ich bisher in meinem Leben kennengelernt habe. Sinn.

Johannes:
[1:01:30] Schön, ist doch schön.

Lothar:
[1:01:31] Ja, ich finde auch, ja, ja. Und und so gesehen,
Weil eben auch ein Hörer gesagt hat, ähm er kann jetzt mit dem anthroposophischen nicht so mit äh Demeter im sehr wohl aber dieser
ähm Hintergrund der von von Steiner das ist jetzt nicht zu seins. Vielleicht ist das auch
etwas für für wenn man sich speziell damit beschäftigt, was ich auch nicht tue zum Beispiel.

Johannes:
[1:01:58] Echt, es ist doch interessant, ich kann das gut nachvollziehen, weil es braucht schon eine gewisse Toleranz und eine große innere Beweglichkeit, um dem überhaupt, was deine sagt, folgen zu können
aber Steinrad aus dieser Anthroposophie heraus, die Waldorfschule begründet,
Er hat aus dieser Philosophie heraus auf Wunsch von Landwirten die biodynamische Landwirtschaft begründet. Er hat aus diesen,
Gedankengut heraus, auf Wunsch von Ärzten, die an popetopische Medizin begründet und er hat sogar eine ganze neue Sozialstruktur, nennt es sozialen Organismus entwickelt,
Und es ist doch unglaublich, dass man merkt, da ihr habt einen Hintergrund gehabt
aus dem ihr nicht durch Philosophisch oder religiös oder esoterisch gesprochen hat, sondern bis hin heute zu Banken, lebenspraktische,
entwickelt hat.

Lothar:
[1:02:58] Aber wird das schon auch weiterentwickelt? Ich meine, Steine war halt auch neunzehnhundertzwanzig, wo man in einer gewissen Art gelebt und gedacht hat.

Johannes:
[1:03:08] Das wird auf alle Fälle weiterentwickelt,
und es ist interessant. Ich unterrichte manchmal auch an einer äh Fachschule für Heilpädagogik und Sozialtherapie,
und dort, das ist eine anthopsophische,
Die haben aber eine staatliche Anerkennung und wenn ich dort mit den Studierenden und mit den Lehren, Dozenten spreche, dann merkt man, dass sich ein diese beiden Ansätze, also was heute modern,
staatlichen Stellen passiert und was heute modern passiert, dass sich das wunderbare Gen,
weil sie einen haben, ein Menschenbild, haben ein Bienenbild, haben ein Landwirtschaftsbild, das irgendwie versucht, das Ganze zu erfassen,
und die staatliche, na siehste, oder sagen wir jetzt mal, die konventionellen und traditionellen Richtungen, die haben ein unglaublich geschärften analytischen Blick.
Und wenn man das zusammenbringt, dann kommt man richtig weiter.

Lothar:
[1:04:15] Du und hilfst du uns äh noch oder hilfst du mir mit dem Begriff Biodynamik noch einmal bitte in der Landwirtschaft. Was der genau bedeutet.

Biodynamisches Landwirtschaft

Johannes:
[1:04:26] Also ich ich fange auch historisch an und dann ende ich aber wieder in unserer Zeit. Ähm,
hat schon ein ziemlich kranker oder Steiner auf Drängen von Landwirten,
in Koberwitz eine Reihe von Vorträgen zur Erneuerung der Landwirtschaft gehalten. Und wie überall,
eingeladen. Er hat nicht gesagt, hallo Bauen, ich kann euch sagen, wie's besser geht, sondern die Bauern kamen zu ihm, daten gesagt und man kann es übrigens in statistischen Landwirtschafts
nachguckt, also in historischen Landwirtschaft, Statistiken nachgucken, es gab riesige Probleme mit Erträgen, mit mit Krankheiten und so weiter. Man weiß nicht genau, weshalb und dann haben sie ihn gerufen.
Und dann hat Steiner eine Art Konzept entwickelt, man solle einen landwirtschaftlichen Betrieb,
als Lebewesen, Organismus oder noch besser als Individualität, das heißt so eine Art wie menschliche Organisation anschauen.

[1:05:37] Also er hat einen Blick gehabt für ein Gaumentisch, die damals schon zu verschwinden drohte und dann hat er gesagt, in einem solchen Organismus braucht es alle Organe. Sorgen sie dafür, dass sie,
haben, Sünde haben, Wälder haben, bla bla bla und hat eine interessante Feststellung gemacht, die man vielleicht heute mal verfolgen sollte, wenn sie eben,
anlegen, dann sind,
Keime, Parasiten, Paterbene, sehr gerne dort zu Hause und sie schaffen sozusagen einen Ort, wo es denen wo ist und dann kommt sie nicht auf die Tiere und die Pflanzen.
Also vielleicht am besten gesponnen ab. Das war das erste, also der Versuch, diese Krankheit.
Dann das zweite hat eine wunderbare ich meine es ernst, hat Kosmologische Landwirtschaft entwickelt, wo er beschreibt, was die Bedeutung, natürlich der Sonne, das ist für alle klar,
Mond ist doch für viele klar, aber ähm dann auch den verschieden Planeten, sogar dem Tierkreis für das Gedeihen der Landwirtschaft.

[1:06:49] Ein paar praktische Maßnahmen angegeben und daraus sind dann zwei Ackelpräparate entstanden und fünf Kompostpräparate,
und ich glaube, wir haben nicht die Zeit, die jetzt zu besprechen. Ich will nur sagen, wenn man die anwendet, über längere Zeit,
Kann man sehen und wir haben in der Schweiz einen Versuch, der erst über vierzig Jahre läuft, wo man vergleicht,
passiert in Jahrzehnten, wenn man konventionell,
bewirtschaftet, biologisch und biodynamisch. Und biodynamisch heißt eben und Berücksichtigung vielleicht manchmal bestimmte Rhythmen und unter dem Einsatz dieser biodynamischen Präparate.
Und was passiert? Die besten Böden sind die biodynamischen.
Ob schon, die nicht genau wissen, was dann diese Substanzen und Präparate machen. Tragen sie wesentlich zur Gesundung,
bei und eine gesunde Boden macht gesunde Produkte und gesunde Produkte machen gesunde Menschen, irgendwie so.

Lothar:
[1:08:00] Das haben wir auch in der letzten Aufgabe gehört, ähm diese Mikroorganismen im Boden, die deren Rolle wir nicht wirklich gut verstehen noch und auch im tiefen Boden und ja.

Johannes:
[1:08:14] Die biodynamische Landwirtschaft ist eine wahnsinnig vielfältige,
Die Vision gehabt, die gibt's heute noch in kleinen Betrieben, das eigentlich eine Landwirtschaft dann gut funktioniert, weil sie praktisch nicht von außen braucht,
für den Kompost, weil sie die für das Brot und die Kartoffeln,
und weil sie die Kühe hat, die den Mist machen, laut Tischpunkte Milch geben,
Also was ich sagen will, du hast die Mikroorganismen erwähnt und wir wissen heute beim Mensch,
in die der Natur und überall die vielfältige, die Mikroflora oder die Mikrofauna ist,
umso gesünder sind Mensch, Tier oder Landwirtschaften.

Lothar:
[1:09:06] Aber Ian ist auch bei der Landwirtschaft ist ja eigentlich ein Nichtgewicht. Ich bringe ja was weg vom Acker.

Johannes:
[1:09:15] Ja, aber weißt du was? Zweitausenddrei hat ein Freund von mir in der
amerikanischen Wissenschaftszeit für angesehene Seins, diesen Versuch in der Schweiz beschieden DOK, dynamisch, organisch konventionell, das war die Abkürzung
Und dann
Die Ergebnisse gezeigt, die damals in zwanzig Jahren jeden Tag sind und da hat ein Kommentator, der das
Hat in der Zeitschiff gesagt, das ist ja das achte Weltwunder.
Da wird eine Ressource verwendet und in der Nutzung der Ressource wird dir nicht weniger, sondern mehr.
Du dir das vorstellen, also du, du hast ein Boden und das ist heute anerkannt, wo pro Jahr, pro Hektar, drei bis fünfhundert Kilo CO2 als Hummus,
Speichel fehlt jedes Jahr neu. Das heißt, auf der einen Seite geht natürlich die Produkte gehen raus, so muss es ja sein,
Und auf der anderen Seite liegt auch die Grundlage der Fruchtbarkeit des Betriebes wird gesteigert, wenn man entsprechend arbeitet.

[1:10:29] Vielleicht ist es bald ein bisschen zu halten.
Auch schon, ich fliege jetzt ganz ehrlich sein, wir kämpfen natürlich wie alle unsere Kollegen, ob Biokonventionell, doch immer wieder auch mit den gleichen Problemen,
und die sind natürlich meistens nicht hausgemacht, also zu wenig Blüten,
Wir haben hier in der Baselregion ab Ende Juni nach der Linde ist eine tote Hose.

Lothar:
[1:10:55] Ja ja, das ist allgemein.

Johannes:
[1:10:56] Und so weiter. Wir haben zu kämpfen mit dem Gift aus der Landwirtschaft und wir haben alle,
zu kämpfen, mit den Milben,
schon eben einige von uns ein bisschen Anfang anders zu denken, als im konventionellen Bereich, aber wir teilen also vieles und wir unterscheiden uns in einigen.

Lothar:
[1:11:19] Ich meine, ich hatte oder ich habe so den Eindruck, auf Entfernung, äh dass diese Art,

Naturwissenschaft Und Goethe'Sche Wissenschaft

[1:11:27] Denksystem noch nahe am naturwissenschaftlichen Denken ist. Es ist ein bissel anders, ein bissel adaptiert,
Aber es ist jetzt nicht völlig durchgeknallt, wo man Dinge macht, die eigentlich,
Nicht Naturwissenschaftlich sinnvoll sind. Habt ihr diese Probleme oder hast du dieses Problem der Abgrenzung? Oder auch jetzt ähm dass man damit Menschen auch anspricht
denen man wirklich auch Grundlagen erst beibringen muss, dieses Naturwissenschaftshaften Denkens.

Johannes:
[1:12:02] Hm

Lothar:
[1:12:04] Ist es zu abstrakt die Frage.

Johannes:
[1:12:05] Nee, es ist einfach eine eine sehr komplexe Frage.
Ich selber bin Naturwissenschaftler.
Und ich habe die klassische, alter akademische Naturwissenschaft kennengelernt und die götische Wissenschaft.
Ich habe mich neben dieser Wissenschaftentätigkeit, die ich mit einer enormen Leidenschaft betreibe, aber auch langsam und.

[1:12:37] Ständig in diese geisteswissenschaft von Steiner hineingearbeitet.
Und ich kann heute sagen, dass wenn du von Wesensgemäß reden, wird es tatsächlich irgendwo mit einem Wesen, dem wir begegnen, zu tun haben. Und ist ein bisschen so, wie die Frau, die man liebt,
Ist ja nicht so, dass,
irgendwie nach zwei oder drei Jahren weiß man ja, wie sie ausschaut und so weiter, aber da ist ja etwas, was überhaupt diese Liebe hervorgerufen hat und das ist irgendwie das Innerste,
Sie berührt mich in meinem Innigsten, wahrscheinlich mit ihrem Innisten. Und ich habe gelernt in der Antiposophie, dass es eine Welt gibt oder es fehlt die ganze Welt,
nicht nur wissenschaftlich beschreibbar wird oder bleibt beschreibbar ist, sondern auch wesenthaft beschreibt, beschrieben werden kann.

[1:13:37] Natürlich ohne Vorbereitung dann hört, wie man dann vom elementar Wesen spricht, von geistigen Hierarchien, ähm von,
also wesentlich nur physisch sind, sondern Lebensschreib, ein Seelenleib, eine Ichorganisation, dann werden viele Leute sagen,
Ist das jetzt ein,
Also weil man dann in Bereiche kommt, wo ich auch ganz offen gestehe, dass einiges, was ich als richtig.
Oder meine Allerken zu müssen, dafür füge ich über keine Erfahrung.

Lothar:
[1:14:18] Mhm,
Ich versuche das jetzt nochmal zurückzubringen zu dieser naturwissenschaftlichen äh Denkweise, weil da würde ich noch gerne die Verbindung zum äh Goetheanischen eben äh den Unterschied ähm kennenlernen von dir. Also
Als Naturwissenschaftler äh gibt's, sagt man, die Welt ist einmal alles und es gibt in diesem allem einen umgrenzten Bereich,
Und in diesem Bereich gibt's vier Kriterien. Wenn die erfüllt sind, dann nennen wir es wissenschaftlich. Da kann,
Gespenster außen noch existieren und
Die sonderbarsten Sachen, es ist halt nur nicht wissenschaftlich. Und diese vier Kriterien sind Messbarkeit, alles, was messbar ist, gehört einmal dazu. Was dann auch noch wiederholbar ist
was dann
auch noch Vorhersagbar ist interessanterweise. Ich kann das Vorhersagen, dass das Flugzeug fliegt. Und Nummer vier, die Widerspruchsfreiheit, wenn man drüber streitet, dann muss, wenn man zwei unterschiedliche Erklärungen hat, dann
muss man weiter dran arbeiten, um das neu aufzurollen. Dazu kommt, dass die Aussagen, die man macht,
Keine Wahrheiten sind.

[1:15:33] Das heißt, man kann sie nicht hundertprozentig beweisen. Sir Karl Popper, weil ich kann nicht jedes gottverdammte Schaf in Universum herbeiholen, um zu beweisen, dass die Schafe weiß sind. Könnte er im Boden ein schwarzes Leben
aber ich kann's widerlegen, das heißt äh ich kann äh zur Theorie die Schafe sind weiß. Eben ein schwarzes bringen, damit ist die,
Theorie erledigt. Das geht zu hundert Prozent. So, das heißt,
Wahrheit ist nie Thema der Wissenschaft, sondern immer nur die beste Form der Geschichte und deine Freunde sind jene, die versuchen, diese Geschichte zu Fall zu bringen, weil wenn sie das überlebt,
einfach die beste Geschichte ist, die derzeit existiert, war das sie immer noch nicht. Wahrheit ist, dass,
Einzige, was man sagen kann, was Wahrheit ist, ist äh dass es eine noch nicht widerlegte Form der Geschichte ist. So,
Und damit kann man schon einmal ganz gut leben und unsere Welt ist mit.
Allen dem, was wir im zwanzigsten, einundzwanzigsten Jahrhundert erleben, sehr wissenschaftlich, das geht auch in der Werbung mit einem weißen Mantel und dann Zahnpaste, aha, da glaubt man, nicht glauben, sondern man weiß.

Johannes:
[1:16:44] Ja, klinisch geprüft.

Lothar:
[1:16:47] Klinisch geprüft, ganz genau.
Wir sind sehr vertraut mit dieser Geschichte und und manchmal auch an unsere Grenzen gebracht, aber wir wir haben einfach, wir sind damit aufgewachsen. Wir sind halt eben nicht im Mittelalter aufgewachsen.
So. Gut, gibt's da jetzt einen wesentlichen Unterschied, was.
Das ist ja auch die Wissenschaft, die bei dir in Basel an der Uni ihm gelehrt wurde, als du bei den Fruchtfliegen gearbeitet.

Johannes:
[1:17:15] Ja klar. Natürlich.

Lothar:
[1:17:17] Fehlt da was? Wird da was anders aufgerollt.

Johannes:
[1:17:22] Mhm. Es gibt natürlich Verwandtschaften und es gibt Unterschiede,
und Goethe,
sogenannte war der war zu seiner Zeit mittendrin,
Als in neunzehn Jahrhundert die erste Nummer der Englischen Zeitschrift Nation herauskamen,
Artikel von Güter über die Natur,
und so weiter wurde in dieser Zeit publiziert. Also er war noch mitten drin in der Wissenschaft. Und er teilt mit,
Karl Pop, die Auffassung, das letzte Erkenntnis nicht möglich ist,
Aber er sagt, etwas Interessantes. Ein System bauen, wo falschifizierbarkeit immer möglich ist.

Lothar:
[1:18:24] Ja und keine Aussage macht Sinn, wenn sie nicht widerlegbar ist. Ist zwar nett, aber wissenschaftlich macht's keinen Sinn.

Johannes:
[1:18:31] Und Goethe sagt, man soll so lang forschten, bis es nicht mehr geht,
und sich dann dem unerforschlichen ergeben.
Und ich denke, die ganz großen Wissenschaftler, die als Poppe gefolgt sind, sind aber an diesem Punkt gekommen,
wo sie gesagt, aber sagen mussten, ich ergebe mich dem Unervorschlichen. Also wenn ich an Nils Bohl denke, dran heißen.

Lothar:
[1:19:02] Mhm. Mhm.

Johannes:
[1:19:04] Die ja manchmal wahnsinnig philosophisch geworden sind, weil ja eigentlich sie dort in eine Welt eingetaucht sind,
Sozusagen, den Menschen denken, unter Sprache, Menschensprache, entschied.
Also, das ist die eine Seite von Güte. Die zweite erwarte Meinung,
dass das, was.
In der Aufklärung getrennt worden ist durch die Gacht, der gesagt hat, wenn es überhaupt einen Geist gibt, dann bitte schön nur noch im Menschen und alles andere,
ist Maschine, Physik und Chemie. Also.

Lothar:
[1:19:45] Mhm. Mhm. Aha, die haben den kleinen Wesen, äh, den Lebewesen, äh, den Geist geraubt, also die.

Johannes:
[1:19:52] Ganz genau.

Lothar:
[1:19:53] Die Seele geraubt. Mhm.

Johannes:
[1:19:55] Ganz genau und Goethe hat eben gemerkt, in seiner Praxis und er hat sich sehr intensiv mit den Pflanzen beschäftigt und mit dir, also oft voran mit dem Anatomie als Tiere, hat eben bemerkt,
beiden Seiten um. Also ihr braucht Phänomene, Erscheinung, Beobachtung,
Und dann muss sie die und das macht jeder Wissenschaftler so gedanklich ordnen. Und Goethe hat gesagt,
Wenn es gelingt, die so zu orten, wie sie die Natur hervorgebracht hat, dann denken wir wie die Natur,
kommt zum Schluss das Innere der Natur da draußen können wir nur mit unserem eigenen, das heißt mit dem Denken und anderen Fühlen erfahren. Aber es gehört so dazu, ähm wie.
Und zum Atom des Elektron und des Brotton,
Es gibt auch so einen Gedanken oder hat es manchmal auch die geistige Seite genannt, die einfach als Welt bildend mitberücksichtigt werden muss. Und dort hat er sich von allen,
Von ganz vielen Wissenschaftlern unterschieden.

Lothar:
[1:21:20] Noch einmal, äh, es gibt in überall eine innere Seite, die ich durch meine innere Seite.
Was heißt erfahren? Er denke.

Johannes:
[1:21:33] Denken, ja, manchmal spürst du.

Lothar:
[1:21:36] Oder spüren, ja, okay, hm. Oder zumindest annehmen im Bereich des möglichen Ziehen, das ist ja auch schon einmal.

Johannes:
[1:21:41] Genau. Genau.

Lothar:
[1:21:44] Mhm. Und was die naturwissenschaft finde ich auch charmant, macht.
Von meiner Sicht aus, dass sie keine Warum-Fragen beantworten möchte oder kann. Also warum ist der Himmel blau? Wird nicht beantwortet,
weil's nicht geht. Es könnte ja die Antwort, die eigentliche Antwort sein, weil ein Außerirdische einen blauen Knopf drückt. In dem Moment, wo ich hinschaue,
Und das kann natürlich dann alles sein und daher sind wir Umfragen nicht möglich, aber was sie eben charmant macht, finde ich, dass sie dann auf das Wie umsteigt,
wie ist der Himmel.
Ist blau, wenn ich auf einem Planeten mit Atmosphäre nach oben schaue. Und das macht sie, finde ich, so so sympathisch.
Ist wie ist das denn in der anthroposofie oder oder im im Goetanischen? Also gibt's da auch äh begnügt man sich hier mit einer Beschreibung.

Johannes:
[1:22:45] Ja, aber du weißt ja, der große Unterschied zwischen den klassischen Geisteswissenschaften ist ja
der, das ist an allen Ort um erklären geht Naturwissenschaft oder den Versuch
und in der geisteswissenschaften, um deuten.

Lothar:
[1:23:08] Moment, aber dieses Erklären stelle ich ja grad in Frage. Also es ist in der Naturwissenschaft geht's eigentlich ums Beschreiben, nicht ums erklären.
Das ist viel harmloser dieses Beschreiben, weil das Deuten, das wäre dann das in der Geisteswissenschaft klar, ich möchte schon was deuten, wenn ich ein Geisteswissenschaftler bin.

Johannes:
[1:23:24] Ja, aber jetzt sag mir doch im Moment, wo du verursachend Wirkung sprichst, tust du ja nicht nur beschreiben, sondern erklären.
Die Kräfte, die die Physik so, zumindest habe ich sie kennengelernt, sind ja Identitäten, die sind nie sichtbar, nur an ihrem Wirkung.

Lothar:
[1:23:42] Mhm. Ja, ja, ja, genau. Die kannst du nicht blau anmalen, die Kräfte. Mhm.

Johannes:
[1:23:47] Und,
Das ist doch irgendwie, ist es nicht mehr nur Beschreibung, sondern du erklärst doch in der Schule, guck mal, wenn das so und so ist, dann muss das und das kommen
und Goethe hat das natürlich auch gemerkt, der hat auch Physik gemacht, aber er hat nie von Ursachen Wirkung gesprochen, sondern von Bedingung
und Erscheinung. Und wie in diesen in diesem Begriff Spa,
Ist man eigentlich ähm im Beschreiben.

Lothar:
[1:24:19] Ja, ja, okay.

Johannes:
[1:24:20] Wenn du eine Kraft postulierst, die du gar nicht wahrnehmen kannst, dann ist es ja immer ein bisschen schwierig.

Lothar:
[1:24:27] Okay, ich glaube, als als äh als erstes gibt sie äh erscheint mir das sehr schlüssig. Äh wir sind aber bei den Bienen, ich glaube, wir sollten langsam den Bienendeckel zumachen, damit.

Frage: Bienenkiste

Johannes:
[1:24:39] Also ich sag.

Lothar:
[1:24:43] Darf ich noch eine kurze Frage stellen? Eine Hörerfrage habe ich noch.

Johannes:
[1:24:46] Gerne.

Lothar:
[1:24:47] Bienenkiste, die auch entstanden ist, glaube ich, im Bereich,
äh Militäre. Das ist ja sowas horizontales. Äh wie ist es damit ein Wärmehaushalt? Da kann sich ja nicht diese Wärmekappe entwickeln äh und auch in den Bäumen, wenn die Bienen sind, da geht's ja eher senkrecht hinauf.
Wie passt das zusammen?

Johannes:
[1:25:08] Das ist eine ganz sinnlose Frage und
Tatsächlich ist die Bienenkiste bei uns entstanden, vor allem durch Erhard Klein, in Hamburg, aber der hat sie nachempfunden, eine Kiste, die in Slowenien weit verbreitet war.
Wurde so gebaut, flach und lang, damit die Bauern sich auf dem Rücken gut in die Berge, in die alten Rose tragen konnten.
Und es ist einfacher, flache Teile zu tragen als Türkisch. Jetzt, ich habe gelernt und ich hab's gesehen.
Bienen könnte es in einer Behausung, sie können die orientierung messen, die Höhe über den Boden und so weiter und so weiter, die Form und Geometrie ist ihnen völlig wurscht,
und ich habe schon gesehen, Völker, die inzwischen böden eingezogen sind und die so vielleicht,
zwölf bis vierten Zentimeter hohe Weibchen gemacht haben, ganz, ganz viele hintereinander. Und das andere Extrem war, dass sie mal bei einer Tür, die hatte,
eine Wabe praktisch so groß gemacht wie die Fläche der Türe.

[1:26:29] Will sagen,
Ist die Fort nicht so wichtig. Und jetzt spannend. Ich kenne natürlich die Geschichten über die Wärmemessung und so weiter, die zum Beispiel Tortenschiff an der Bienkiste gemacht hat,
und er hat ja immer wieder uns geschimpft und gesagt, die katastrophalste Beute,
Wenn aber Bienchen in der Kiste sind, haben wir gesehen und wir haben den Kisten gehabt, wo zwölf Jahre lang,
Unumbrochen ein Volkswind gelebt hat. Die Waben waren Kohlen, Rabenschwarz,
Aber das heißt erstens die Bienen kommen mit den verschiedensten Geometrie problemlos zurecht und sie können sie handhaben,
Flach, Rüttel hoch, eng, also eng und schmal und hoch und so weiter. Das ist denen völlig egal.

Lothar:
[1:27:22] Jetzt muss man vielleicht sagen, die Demeterbienen, also weil eben die Königin zu diesem Stand passt oder.

Johannes:
[1:27:30] Vielleicht, aber ich sage, was ich sagen will, ist, wenn wenn ich das sehe und ich arbeite mit Varieté, ich habe auch eine Kugel bedeutet, weil das im Kursspannend ist, reinampelt und so und
in all diesen Beuten können die Völker über viele Jahre immer wieder überleben. Das heißt, sie kommen mit den verschiedenen Geometrien gut zurecht.

Lothar:
[1:27:53] Mhm. Okay.

Johannes:
[1:27:54] Und wesentlich heißt es für mich nicht naturgemäß,
unterscheide ich mich oder unterscheiden wir uns ja von der Auffassung, die jetzt Thorben Schäfer vertritt, der sagt wesentlich Haltung hoch in den Bäumen. Und ich sage dann immer, das erinnert mich,
du ich liebe eine Frau wie in Amerika. Ich weiß nicht, wie sie ausschaut, ich habe sie nie getroffen, aber ich bin Bolle Liebe,
das ist die Situation von denen, die sagen, ich habe eine wesentgemäße beinhaltung im Bau.

Lothar:
[1:28:30] Ach so.

Johannes:
[1:28:31] Verstehst du? Für mich heißt.

Lothar:
[1:28:34] Ich glaube nicht.

Johannes:
[1:28:36] Ich will sagen, die ich habe selber auch einen Waldbienenprojekt und ich liebe es aber, die sind so hoch, die sieht niemand,
und Wesensgemäß heißt wie eben das schon probiert in Beziehung treten,
etwas. Und in Beziehung treten kannst du den Völken
unabhängig von der Brite und meine Erfahrung sagt mir, dass alle die beuten, es gibt Jahrhunderte von verschiedenen, die da erfunden wurden, in den allermeisten Fällen geeignet sind, auch wesentgemäß,
in denen wesent die Bienen zu halten.

Lothar:
[1:29:16] Ja, verstehe. Mhm. Ja, klar.

Johannes:
[1:29:19] Das ist für mich keine Frage und ich denke im ganz sicher, wenn die Kiste leer ist, wir hatten mehr Probleme mit Schimmel und so weiter, aber wenn ein Volk
nicht dasselbe Volk, aber wenn Völker ununterbrochen zwölf Jahre in einem Sortenkiste leben, ist jedoch ziemlich okay.

Lothar:
[1:29:39] Mhm. Okay. Ja, danke.

Johannes:
[1:29:41] Und das. Und das zweite, dort höre ich dann auf. Was auch interessant ist, wir lernen oder wir werden gelehrt, dass man nach vier Jahren die Warten austauschen muss.
Belastet Krankheit, zu kleine Zellen und so weiter.
Bienen in diese Bienkiste, die haben in zwölf Jahren keine Ware erneuert. Das heißt, wir zwar den pudelwohl.

Lothar:
[1:30:09] Aber wie machen die das, wenn die die Zellen immer kleiner werden, wenn da die die Häutchen.

Johannes:
[1:30:13] Dass er die Bienchen ein bisschen klein, es ist völlig wurscht.
Dem Volk, es ist egal und ich hab's aber auch schon gesehen, dass sie dann, wenn die Wagen wirklich sehr, sehr alt sind, ich wusste nicht, wie alt, dann schroten die die alten Waren ab,
Also von da, daher lernen,
Das sind diese zwei Dinge, die man an die Bildkiste sagen kann. Das ist sicher aus bauphysikalischer Sicht nicht optimal, aber die Bienen machen das Beste draus mit Erfolg.
Und Finke, nehmt mit. Es ist mir in den Köpfen der Imker, dass die Waben nach vier Jahren Probleme bieten.

Lothar:
[1:30:58] Ja, also bei mir war's vor, glaube ich, sechs Jahren jetzt mittlerweile irgendwie die Logik, die mich fasziniert hat, von so einem Bienenvolk. Das hat so eine araische Logik, so eine was ist es bei dir?

Schluss Und Verabschiedung

Johannes:
[1:31:12] Hm
Es ist der Zauber in dieser Welt zu sein. Ich sage immer, ich habe die Bienen nicht gesucht, sie haben mich gefunden, aber das wäre eine andere Geschichte. Ich gehe in diese Welt,
Ich spüre eine Art Harmonie, ich spüre Friede, ich spüre Ängstigkeit, ich spüre Achtsamkeit. Ich denke da an die,
Blüten, die nicht kaputt gehen, sondern auch mehr bringen, wenn die Biene sie besucht hat, produzieren ist ja fast am besten wie das Merken der Kuh,
Also das war jetzt nichts. Soll man jetzt nicht halt die Bienen märken blüten? Und es ist so eine Welt, ich weiß noch nicht genau, was sie ist, aber ich gehe rein, verbiss alles um mich herum und komme wahnsinnige Frisch,
Wahnsinnigen, entspannt und irgendwie glücklich, dankbar wieder raus.

Lothar:
[1:32:10] Ja und was weißt du, was die Bienen von dir bekommen haben?

Johannes:
[1:32:14] Ich spreche mit ihnen und ich weiß jetzt nicht so genau, was ich von mir bekomme.

Lothar:
[1:32:20] Weiß man vielleicht gar nicht, vielleicht äh kriegen die auch was, was was du gar nicht weißt.

Johannes:
[1:32:26] Die bekommen auf alle Fälle meine Liebe, meine Sorgfalt und meinen Respekt.

Lothar:
[1:32:31] Mhm. Johannes, vielen Dank für das, was du uns erzählt hast und es ist so schön, dass wir das auch dann,
teilen können im Podcast äh und eben zugänglich machen, äh damit sich auch jeder seine Gedanken macht und Rückmeldungen sehr gerne ähm an ja, Feedback at Bienenpodcast
AT. Vielen Dank, Johannes Wirtz für deine Zeit und für den Inhalt, den du uns heute geschenkt hast.

Johannes:
[1:32:54] Ich danke dir für die Aufmerksamkeit, die du jetzt doch über eine lange Zeit aufgebracht hast. Und es hat mich sehr gefreut.

Musik

Lothar:
[1:33:31] Und wir sind beim Korrespondententeil dieser Mai-Ausgabe. Wir haben heute den sechzehnten Mai,

Korrespondent: Dietmar Eppenschwendner, Salzburg /Grödig

http://www.dunkle-biene.at/

[1:33:38] Und heute ist Sonntag, wechselhaft bewölkt, in Wien, warm, wenn die Sonne scheint.
Und am anderen Ende der Leitung geht's jetzt in die Mitte Österreichs nach Salzburg nach Gröthig. Wir hören Dietmar Eppenschwendner, hallo Dietmar.

Dietmar:
[1:33:56] Hallo Lotta, schöne Grüße nach Wien.

Lothar:
[1:33:58] Dietmar Eppenschwendner, der Meister der dunklen Biene, wir kennen dich aus der Ausgabe Nummer neunundzwanzig. Da haben wir schon über die Belegstelle, wo wir da zu dritt, zu viert äh miteinander gesprochen haben, über die dunkle Biene. Und genau, wie geht's mit der dunklen Biene?

Dietmar:
[1:34:13] Ja, es geht voran. Es geht voran.

Lothar:
[1:34:16] Wie schaut's aus? Was ist los am Bienenstand draußen?

Dietmar:
[1:34:20] Am Bienenstand, am Heimbienenstand, am am Stadtrand von südlichen Stadtrand von Salzburg,
geht soweit, das Frühjahr ist gut gestartet, die Völker sind einigermaßen stark geworden, die Weide hat an guten Bollen gespendet und dann sogar ein bissel gehonigt,
Völker haben sie wirklich alle sehr gut entwickelt. Dann kam der Monat Mai und dann war's Schluss mit der Wärme und dann war Schluss mit der Entwicklung. Die Kälte hat irgendwie,
die Oberhand gewonnen von uns immer noch einstellige Temperaturen,
wir haben lange Frust gehabt in der Nacht und ja, es ist halt mit der Tracht, schaut's momentan nicht allzu gut aus, die Apfel, die Apfelblüte, ist schon ziemlich durch,
Flachland und äh die Kirschblüte auf jeden Fall die Apfelblüte teilweise ausschauen, hier noch Sorte,
also der der typische Frühjahrshonig wird wahrscheinlich eher nicht zu ernten sein, ja.

Lothar:
[1:35:18] In Wien haben wir grad die Kastanie in voller Blüte. Das ist bei euch auch ein Thema, oder?

Dietmar:
[1:35:23] Er hat die Kaste, also die die wilde Kastanie oder oder.

Lothar:
[1:35:28] Na, da haben wir ja, gute Frage, gell, die die Stadtkastanie.

Dietmar:
[1:35:29] Normale, ja, das normale Start, ja, sie ist bei uns polnmäßiger Thema. Ja, ist ein Pollenspender, Honecken, ich glaube net, dass die so wirklich stark Honig, also das wären wir noch nicht aufgefallen.

Lothar:
[1:35:42] Edelkastanie in der Südsteinmarkt. Da haben wir schon einmal äh drüber gesprochen, die die macht das sehr fein mit dem Hund.

Dietmar:
[1:35:48] Ja, ja, ja, das ist ein richtiger Sortenhonig, wenn sie denn in richtiger Menge,
also jeder Kastanie, Maronen und solches solche Sachen gibt's bei uns nicht. Auf was wir warten, als nächster ist die die Linde und der Bergaun.

Lothar:
[1:36:03] Mhm. Mhm.

Dietmar:
[1:36:05] Bissel im alten Bereich, ja. Und das ist so ein wirklich wichtiger Tag für uns.

Lothar:
[1:36:10] Aber derzeit, wie du sagst, eben in einer Pausesituation, einfach zu kalt und regnerisch, was natürlich eh gut ist, denn Regen brauchen wir eh. Also.

Dietmar:
[1:36:19] Grundsätzlich schon, damit Nektar fließt es Wärme und äh Feuchtigkeit notwendig. Aber halt im richtigen Ausmaß, vor allem die Feuchtigkeit wäre besser in der Nacht und die Wärme am Tag und,
so ist es heute momentan Licht, sondern es ist zu kühl in der Nacht und bis dann der Nektar, man sieht es auf der Waage, ja,
bis dann dein nächster Nachmittag, ja? Später Nachmittag und dann ist eben die Sammelzeit zu kurz, um wirklich,
wirklich nach, nachhaltig eintragen zu können, ja? Das ist halt momentan ein bissel das Problem.

Lothar:
[1:36:49] Ich meine, wenn die Sonne scheint und der Wind geht nicht, dann ist es eh relativ warm im Moment. Also so gesehen.

Dietmar:
[1:36:57] Genau. Die Sonne hätte schon eine Kraft, aber so richtig, aber es ist zu kurz und es wird immer wieder unterbrochen. Wenn jetzt rausschaue, jetzt haben wir äh Mittag, Sonntag Mittag, es regnet, ja.
Vor einer Stunde war's noch, was noch drückend drückend warm, sagen wir mal zumindest und aber es regnet schon wieder und und schon ist der Tag wieder unterbrochen, ne? Und das ist natürlich,
den Eindruck nicht förderlich.

Lothar:
[1:37:18] An der Waage siehst du das, sagst du.

Dietmar:
[1:37:20] An der Waage, ja, wenn eine wenn man eine Waage hat, die in kurzen Abständen Melder zu bemeinete, so fünfzehn Minuten jetzt eingestellt ist,
sieht man das, dann sieht man auch wirklich den Flug, der dann eingestellt wird oder,
oder ein oder beginnt, das kann man richtig schön ablesen. Da geht's halt dann um etliche hundert Gramm nach unten und wenn's jetzt regnet und man schaut dann san die Bienen wieder zurück und na ja, das Ergebnis sieht man da, da ist es dann,
sehr viel natürlich, ne.

Lothar:
[1:37:46] Und die Nettobilanz über den über Tage hinweg ist dann leicht positiv oder oder schon negativ.

Dietmar:
[1:37:53] Ja, wenn's über mehrere Stunden Schönwetter ist, dann dreht sie sich schon ins Positive, dann hat man schon mal
zweihundert Gramm vielleicht und das geht sie dann schon aus. Ich habe ja schon Tage gehabt, dass es was über ein Kilo, ja, also das wäre dann schon, da war die Apfelblüte hat er gerade begonnen und da stehen dann Völker in wirklich in,
bei den Apfelbäumen,
Drum würde es schon losgehen, aber es ist halt wieder sein Einzeltage und das ist das Problem. Wir haben keine durchgehende Schönwetterphase oder Wärmephase. Das fehlt net.

Lothar:
[1:38:20] Und wie viel brauchen die Bienen selbst für die Brut, die ja jetzt wahrscheinlich im vollen Gange ist?

Dietmar:
[1:38:26] Genau, das ist natürlich, sind natürlich die, da muss man aufpassen, ja, wenn sie wirklich stark brüten, dann kann's schon,
Die dunkle Biene ist da ein bissel zurückhaltender. Die geht dann aus der Brut, wenn wenn Schlechtwetter ist und wenn Kälte ist in der Nacht, dann ist sie einfach sie haushälterischer,
Also a dunkle Biene, die verhungert, da muss man schon wirklich sehr viel übersehen, ja, aber andere,
Rassen, die die eher zur Bienenmasse äh tendieren. Da muss man schon wirklich vorsichtig sein, ne. Also ich möchte das jetzt nicht als positiv oder negativ werten, aber so ist es halt. Dann muss halt nur der Imker einfach drauf Acht geben, ja.
Und sie bildet heute dafür ein bissel kleinere Völker, ja.

Lothar:
[1:39:09] Und die dunkle Biene passt ja halt auch zur Gegend, wo derartige Wetterbedingungen auch vorkommen können.

Dietmar:
[1:39:14] Genau, genau. Für uns ist ja das jetzt nicht so außergewöhnlich, ja. Das ist so ist es halt, ja.
Und wobei wir im im Flachland in der Stadt Salzburg und am Stadtrand Joe äh sicher vierzehn Tage oder drei Wochen vorne sind gegenüber den inneren Gebirglern, wie wir sie nennen, ja, Alpenhauptkammer und,
Also die san, da beginnt jetzt die Kirsche zu blühen. Ja, also da sieht man, wie weit da, wie weit das auseinander kauft.

Lothar:
[1:39:41] Ja, ja. Sag, wenn man eine Waage hat, die in fünfzehn Minuten misst, hat man da in Summe welche Vorteile.
Hat man da eben mehr Sorgen.
Erkennt.

Dietmar:
[1:39:55] Ja, also generell ist er magisch schon ein Vorteil, ja. Also generell zeigt deine Waage einem schon an, ob du tendenziell etwas eingetragen wird, ob's tendenziell nach oben geht oder nach unten geht
ja. Wichtig ist auch bei einer Waage immer, dass man nicht das allerstärkste und beste auf die Waage stellt. Auf dem Stand, sondern ein mittleres Volk, ja,
weil dann weiß man, ja, es wird auch geben, die werden noch mehr eintragen und es wird halt je, welche geben, da muss man bissl aufpassen.
Es geht jetzt net darum, um jeden Tag zu wissen, wie viel Gramm, wie viel Kilo,
die Waage nach oben gegangen ist, das ist nicht so entscheidet, aber da ein Wochentrend ist schon sehr aussagekräftig, wie geht's, in welche Richtung geht's und das sagt a bissel was über meistens über die Bruttätigkeit dann auch langfristig aus, weil wenn lang nix reinkommt, dann,
schon zurückgefahren, ja.

Lothar:
[1:40:45] Ja, ja.

Dietmar:
[1:40:46] Das ist schon der Vorteil.

Lothar:
[1:40:47] Und auch dieser Anstieg, wenn dann der Honig fließt, äh weiß man ungefähr, wo man auch steht im Jahr, also wo es hingeht, schätze ich einmal.

Dietmar:
[1:40:54] Ja, genau, genau. Und das ist, wenn er dann über mehrere Jahre diese Werte vergleicht, dann sieht man,
es ist fast immer zur gleichen Zeit dann vorbei. Ja, das ist bei uns Mitte Juli, da ist die Blüte durch und da kommt nimmer für, wenn dann der Wald nicht einsetzt,
dann.

Lothar:
[1:41:13] Nur noch acht Wochen dorthin. Sagt, du hast ja doch einen Überblick jetzt über über viele Jahre der Bienenhaltung. Wie wird's in Summe heuer werden? Zweitausendeinundzwanzig?

Dietmar:
[1:41:24] Das also solche Prognosen, das einem wirklich sehr schwierig. Also man kann bei uns da keine Prognosen.

Lothar:
[1:41:30] Aha, also das kann doch alles sein, oder?

Dietmar:
[1:41:33] Ja, es kann, es kann doch, es kann doch wirklich gut werden, ja, also man darf das Jahr jetzt Mitte Mai nicht abschreiben, das
ist net richtig, ja und so viel man auch klagen will, das tut er dahinter gerne. Äh man muss trotzdem positiv nach vorne sehen, ja und und so wie's bei uns ist, für uns ist jetzt wirklich doch ohne Ertrag nicht das alle Entscheidende. Wir sind,
in unserer Gruppe in bei den Kollegen das wenig Berufsimper dabei, das san alles größtenteils Hobbyimker und ja, da ist das jetzt nicht so das unbedingt Wichtigste,
für die Zucht sowieso nicht. Für die Zucht ist es vielleicht sogar,
besser, wenn keine starke Tracht ist, bei starker Tracht ist die Zucht sehr mühsam, weil da haben die Bienen und alles andere im Sinn, äh als wir als wir Zellen zu zu bauen und Zellen zu pflegen, sondern dagegen sammeln und das ist natürlich schau,
so besser.

Lothar:
[1:42:22] Also du bist der Obmann vom vom Zucht vom Austrian,
AMZ Austrian Melifairer Züchter äh eben mit siebzehn Gerhytic, was ist bei dir? Du äh Dietmar gibt's Pläne für heuer, ähm was spezielles bei dir, bei euch im Verein zweitausendeinundzwanzig.

Dietmar:
[1:42:39] Ja, Corona-bedingt wird's keine oder haben wir jetzt keine großen Zusammentreffen noch nicht planen können. Das ist das jährliche Belegstellenfest, das wir immer Mitte Juni durchführen,
wir haben ja heute in kleinen Rahmen durchführen und nächstes Jahr wollen wir da ein bissel größer machen. Schauen wir mal. Schauen wir mal, was die Zeit bringt, aber wir stecken jetzt mitten in der Zucht und wir haben alle jede Menge Arbeit und.

Lothar:
[1:43:03] Ist genug zu tun.

Dietmar:
[1:43:04] Es ist genug zu tun.

Lothar:
[1:43:05] Ja gut, na dann danke für diesen Rundblick. Dietmar, schönen Sonntag. Ich werde das Ganze verschnüren und dann abschicken in die in die Welt, wer auch immer es äh gern hört.

Dietmar:
[1:43:19] Super, alles Gute. Hat mich gefreut.

Lothar:
[1:43:21] Ja, danke dir. Und wie gesagt, Folge neunundzwanzig über die dunkle Biene mit Dietmar Eppenschwendner und seinen Kollegen von der Belegstelle in der Nähe von Salzburg.

Musik

Verabschiedung

Lothar:
[1:44:03] Ja und das waren die Bienengesprächeausgabe Mai zweitausendeinundzwanzig. Ich bedanke mich, ja, grundsätzlich bei allen, die zugehört haben, bei allen, die mitgeredet haben, wenn sie denen gibt,
oder Rückmeldungen gerne an Feedback at Bienenpodcast Punkt AT. Und wenn ihr Lust habt, die Biene auf die Schiene zu bringen, einen Beitrag zu machen dafür, dass es ähm wieder mal nach draußen geht. Das ist
ausgesprochen freundlich und die Kontonummer gibt's auf der Homepage WWW Bienenpodcast,
Tee, bring die Biene auf die Schiene. Ich bedanke mich. Ja, Ende Gelände und hoffen wir, dass es warm wird,
äh alles Liebe Jasmin. Verabschiedet sich.