BG010 – Stadtimkerei und Community Projekte

bg010In dieser Ausgabe besuchen wir die Linzer Biene auf ein Gespräch über die Stadtimkerei.

Die ganze Sache entwickelt sich schnell zu mehr als “Honig in der Stadt”.

Katja Hintersteiner und Bernhard Rihl sind nämlich von ihrem Hintergrund auch viel mit Menschen in Kontakt, dann wenn es um Beteiligung geht. Um Verantwortung. Mit beim Gespräch dabei ist auch der Innsbrucker Politologe Andreas Maislinger, der sich für das Thema interessiert.

Im zweiten und dritten Teil dieser Episode schauen wir uns dann zwei Projekte näher an, die “Beteiligungen der Bürger” auch in die Imkerei hereinholt.

Einerseits erzählt Leopold Zyka von seiner Idee, ein Open Land Lab zu betreiben – eine Erweiterung des Metalabs, ein “Open Source Workspace” von der Stadt hin auf das Land.

Andererseits erzählte Tristan Copley Smith aus Denver, Colorado, über das Projekt Open Source Beehives, wo es darum geht, Bienenbeuten zum Download anzubieten, die Arbeit daran als Open Source Projekt gemeinsam zu betreiben, und darüber hinaus Sensoren und Apps zu entwickeln, die Daten aus dem Bienenstock sammeln und über Internet allen zur Verfügung zu stellen, die sich dafür interessieren. Das Gespräch darüber wird in zwei Kapiteln in Englisch und Deutsch im Podcast angeboten.

Ein Diskussionsbeitrag darüber, welche Daten am Bienenstock für eine Zustandsbeschreibung interessant sein können, ist in diesem Beitrag im Onlineforum von Bienenaktuell zu verfolgen.


Ein Hörerbrief hat uns von Victor aus Kassel erreicht – er betreibt ja den Kasseler Stadthonig und von ihm haben wir schon in BG003 als “Korrespondent” gehört.

Victor Hernandez (Kasseler Stadthonig) schreibt:

In der letzten Ausgabe hast Du vom bite away berichtet. Zahlreiche Einsteige setzen darauf. Für mich persönlich ist es eher nichts.

Jungel Formula ABER: Ich habe natürlich auch einen kleinen Helfer in der Hosentasche… insbesondere wenn ich mit Kindern an den Bienenstand gehe. Ab und an wird ja doch mal jemand gestochen. Das Zeug heißt «Jungle Formula» und ist eigentlich ein Lokalanästhetikum. Es wird auf den Stich gesprüht. Die Kühlung setzt sofort ein. Und dann kommt der Wirkstoff. Binnen Sekunden spürst Du nichts mehr. Man kann sehr sparsam damit umgehen. Es wirkt wirklich sehr gut.

Einziger Haken: Es stammt aus England und ist nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. Über Online-Apotheken soll es aber auch gehen. Ich habe mir von Freunden, die in England Urlaub gemacht haben, einen großen Vorrat mitbringen lassen. Vielleicht willst du ja mal Ausschau danach halten und es in der nächsten Saison ausprobieren…

Beste Grüße aus Kassel, Victor


2 Gedanken zu „BG010 – Stadtimkerei und Community Projekte“

  1. Bzgl. Bienenstiche möchte ich euch eine “pflanzliche Alternative” zu den Chemiekeulen der Pharmaindustrie anbieten.
    Die Hauswurz: Sempervivum tectorum

    Eine heimische Pflanze, anspruchslos, bevorzuge sonnige Standorte. Gerne in kaputten Häferln, Töpfen, alten Schuhen… Zu Hause. Wenig Erde, viel Sand/Steine/Kies im Substrat

    Wenn ich mich beim Imkern stechen lasse, dann kommt ein Blatt dieser Dickblattpflanze zum Einsatz. Einfach von der Pflanze abreißen, den ausgetretenen Saft auf die betroffene Stelle träufeln und das Blatt darauflegen.
    Hilft phänomenal, ist biologisch abbaubare und immer vor Ort (ich habe immer bei den Bienenständen eine oder mehrere dieser Pflanzen in unmittelbarer Nähe)!
    Hilft auch bei Sonnenbrand, Brandwunden, Brennessel-Attacken und diversen anderen Insektenstichen.

    Ausprobieren lohnt sich und da sie winterhart ist, kann sie das ganze Jahr problemlos draußen bleiben. Bitte achtet beim Kauf darauf einheimische und biologisch angebaute Arten zu erwerben.
    Lieben Gruß aus Linz
    Katja

  2. Danke, liebe Katja, ich hab’ da auch grad selbst einen Bedarf. Den Hauswurz pflanz ich mir! Der letzte Stich in die Hand war nämlich echt ein Hit – drei Tage hat er mich begleitet. Was sicher auch daran lag, dass ich den Stachel nicht herausgekratzt habe, sondern schön am Giftsack genommen habe, das Gift in den Stachel hineingedrückt habe und dann alles rausgezogen habe.

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